Franz Schreker: Vorspiel zu einer großen Oper

Franz Schreker Vorspiel zu einer großen Oper
Vorspiel zu einer großen Oper

Franz Schreker: Vorspiel zu einer großen Oper

Kompositionsjahr:
1933
Untertitel:
"Memnon"
Instrumentierung:
für großes Orchester
Komponist:
Franz Schreker
Instrumentierung:
3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(10), Hf(2), Cel, Asax, Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte (+Picc)
2. Flöte (+Picc)
3. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B (+Kl(A)
Kl(Es))
2. Klarinette in B (+Kl(A)
Kl(Es))
Bassklarinette in B
Altsaxophon in Es
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
1. Schlagzeug (Triangel)
2. Schlagzeug (Tamburin)
3. Schlagzeug (Kastagnetten)
4. Schlagzeug (hängendes Becken)
5. Schlagzeug (große Trommel, Becken)
6. Schlagzeug (kleine Trommel)
7. Schlagzeug (Rührtrommel, Handtrommel)
8. Schlagzeug (tiefe Glocken, Stab-u. Röhrenglocken, Tam-Tam)
9. Schlagzeug (Xylophon)
10. Schlagzeug (Glockenspiel)
1. Harfe
2. Harfe
Celesta (+ad lib.)
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Dauer:
21’
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Hörbeispiele

Vorspiel zu einer großen Oper
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

„Ein großes, rauschendes Stück, in dem alle Register des Orchesters gezogen werden." So beschrieb Schreker seiner Frau das Vorspiel zu einer großen Oper.

Schreker schrieb das Stück im Sommer 1933 in Estoril, nachdem er von seinem Posten an der Preussischen Akademie der Künste enthoben wurde und jetzt der Emigration entgegensah. Es sollte sein letztes Werk werden. Der unbenannte Gegenstand dieser mächtigen Ouvertüre war Schrekers unvollendet gebliebene Oper Memnon, über den ägyptischen Feldherrn und Halbgott, der sich zwischen irdischem Streben und höheren Zielen zerrissen findet. "Erdgeborner, wandre und weile, Gottgeweihter, strebe zum Licht!" Dieses Thema findet sich auch in früheren Opern Schrekers wieder, vor allem im Der ferne Klang.

Schrekers Vorspiel zu einer großen Oper erlaubt einen direkten Vergleich mit den Konzertouverturen zu seiner Oper Die Gezeichneten und zum Vorspiel zu einem Drama aus dem Jahre 1913. Beide Werke bedienen sich eines großen Orchesterapparates, um das Visionäre in dramatischer Form zu präsentieren.

Sonderausgaben

Vorspiel zu einer großen Oper

Franz Schreker: Vorspiel zu einer großen Oper

Partitur
für großes Orchester , 21’
Besetzung: 3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(10), Hf(2), Cel, Asax, Str

Uraufführung

Ort:
Baden-Baden
Datum:
11.03.1958
Orchester:
Südwest Funkorchester
Dirigent:
Hans Rosbaud

Pressestimmen

„Das späte Orchesterwerk beweist den soliden Handwerker und den phantasiereichen Koloristen. Man könnte das Zwanzigminutenstück auch als symphonische Dichtung mit verschwiegenem Programm bezeichnen, wobei es dem Hörer kaum schwerfällt, angesichts der Bildkraft der Sprache die einzelnen Stationen des Geschehens assoziativ zu rekonstruieren. (...)

Ein markantes Hornthema gliedert die Form, die mit ebensoviel virtuoser Könnerschaft beherrscht ist wie der prunkvolle und farbenreiche Orchestersatz, der seinen Höhepunkt im Schlussteil findet, bei einem fesselnden Bläser-Streicher-Dialog und dem anschließenden Farbengesprüh in Holzbläsern, Harfe und Streichern.

Stilistisch schlägt die Partitur eine Brücke zwischen der Wagner-Nachfolge und dem frühen Hindemith. (...) Es zeigt damit die Funktion der Schreker'schen Kunst: Vermittler zu sein zwischen gestern und heute, Katalysator im Umsetzungsprozess der musikalischen Elemente." (Josef Häusler, Melos)

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