Friedrich Cerha: Requiem

Friedrich Cerha Requiem
Requiem

Friedrich Cerha: Requiem

Kompositionsjahr:
1994
Untertitel:
aus dem „Requiem der Versöhnung“
Instrumentierung:
für großen gemischten Chor und Orchester
Komponist:
Friedrich Cerha
Chor:
SATB
Instrumentierung:
3 2 3 3 - 6 3 4 1 - Pk, Schl(3), Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte
1. Oboe
2. Oboe
1. Klarinette in A
2. Klarinette in A
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
5. Horn in F
6. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
4. Posaune
Tuba
Pauken
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
3. Schlagzeug
Violine I(16)
Violine II(14)
Viola(12)
Violoncello(10)
Kontrabass(8)
Inhaltsverzeichnis:
Introitus
Kyrie
Libera me
Commission:
REQUIEM DER VERSÖHNUNG Im Auftrag der Internationalen Bachakademie Stuttgart zum 50-jährigen Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges
Dauer:
9’
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Werkeinführung

Die Auseinandersetzung mit dem Tod trifft jeden; er ist in den Mythen und Religionen gesehen worden als die Schwelle zum Dunkeln – ins Nichts, ins Nirwana, in die Wiedergeburt, zum Gericht. Am liturgischen Requiemtext haben mich zunächst die verzweifelten Hilferufe gepackt, das „Befreie mich“, das Libera me. Ich habe 1994 für das „Requiem der Versöhnung“, das anlässlich des 50. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges von 14 Komponisten der am Krieg beteiligten Staaten geschrieben wurde, das Requiem, Kyrie und Libera me komponiert. Seither ist verschiedentlich der Wunsch an mich herangetragen worden – der auch der meine war – das Stück durch die übrigen Texte zu komplettieren, und ich habe das von 2001 – 2003 – abgesehen von einigen Kürzungen – getan. Von Anfang an wollte ich der christlichen Furcht vor dem Tag des Gerichts und der Hoffnung auf einen gerechten Richter und ein ewiges Leben Texte gegenüberstellen, die die Trostlosigkeit ewiger Wiederkehr des Gleichen und die Tragik des endgültigen Vergehens alles Irdischen zum Vorwurf haben. Ich habe sie schließlich in einem kleinen (Gedicht-)Zyklus „De profundis“ gefunden, den ich in einer Krisensituation Ende der 50er Jahre verfasst habe. Ich stellte die Gedichte in einer Art Interlinearverfahren zwischen die liturgischen Texte. Hauptträger in den Requiemtexten ist der Chor, die Gedichte sind den beiden Solostimmen - Mezzosopran und Bariton - vorbehalten. Kompositionstechnisch habe ich viele Verfahren, die ich in meinem langem Leben entwickelt habe – ineinander verwoben – angewendet.

Friedrich Cerha

Uraufführung

Ort:
Stuttgart
Datum:
16.08.1995
Orchester:
Israel Philharmonic Orchestra
Dirigent:
Helmuth Rilling

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