Georg Friedrich Haas: Konzert

Georg Friedrich Haas Konzert
Konzert

Georg Friedrich Haas: Konzert

Kompositionsjahr:
2007
Instrumentierung:
für Klavier und Orchester
Komponist:
Georg Friedrich Haas
Solisten:
Klavier
Instrumentierung:
3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Schl(3), Str(14 12 10 8 6)
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte
1. Oboe
2. Oboe
3. Oboe (+Eh)
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
3. Klarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
1. Schlagzeug(3)
2. Schlagzeug(3)
3. Schlagzeug(2)
Violine I (1. Pult)
Violine I (2. Pult)
Violine I (3. Pult)
Violine I (4. Pult)
Violine I (5. Pult)
Violine I (6. Pult)
Violine I (7. Pult)
Violine II (1. Pult)
Violine II (2. Pult)
Violine II (3. Pult)
Violine II (4. Pult)
Violine II (5. Pult)
Violine II (6. Pult)
Viola (1. Pult)
Viola (2. Pult)
Viola (3. Pult)
Viola (4. Pult)
Viola (5. Pult)
Violoncello (1. Pult)
Violoncello (2. Pult)
Violoncello (3. Pult)
Violoncello (4. Pult)
Kontrabass (1. Pult)
Kontrabass (2. Pult)
Kontrabass (3. Pult)
Commission:
Kompositionsauftrag von basel sinfonietta, Philharmonie Luxembourg und Wien Modern
Dauer:
25’
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Hörbeispiele

Konzert
00:00

Werkeinführung

Ich bin selbst überrascht, wie sehr mich diese Gattung des Konzerts fasziniert. Die erste meiner Konzert-Kompositionen war ja das Violinkonzert, in dem ich ganz bewusst einen Kontrast zwischen Individuum und Kollektiv auskomponiert habe, wobei das beim Violinkonzert insofern besonders passend ist, als das Solo-Instrument dreißig Mal im Orchester vorhanden und damit der Gegensatz zwischen Individuum und Gruppe schon in der Besetzung angelegt ist.

Im Gegensatz dazu ist das Klavier ein Instrument, das grundsätzlich außerhalb des Orchesters steht. Ich möchte hier noch eine persönliche Affinität bzw. Aversion zum Klavier formulieren: Ich habe eine Vergangenheit als Pianist und glaube, deswegen Komponist geworden zu sein, weil mir am Klavier so vieles abgegangen ist. All das, worauf sich meine Musik konzentriert, ist am Klavier nicht möglich: Mikrotonalität, Klangfarben, Schwebungen und langsame dynamische Entwicklungen. Es schien mir faszinierend, genau jenes Instrument einzusetzen, das irgendwie fremd zum Ganzen steht. Mein erstes Klavierkonzert, das 1996 im Konzerthaus uraufgeführt wurde, hatte den Titel Fremde Welten. Ich hoffe, dass diese Fremdheit des Klangs auch in diesem neuen Klavierkonzert wieder erkennbar sein wird.

Es wird viele Momente geben, in denen das Orchester in Mikrotönen, in Klangfarben-Anschwellungen und dynamischen Momenten spielt und das Klavier diese ganz andere, pianistische Welt dagegensetzt. Und dann gibt es etwas, das mich am Klavier immer fasziniert hat, etwas, was eigentlich von schlechten Pianisten eingesetzt wird, nämlich das rechte Pedal. Ein Ereignis zu setzen und es dann einfach klingen zu lassen, das ist ein wesentlicher Aspekt in diesem Werk. Töne beginnen als Klavierton; der Nachklang ist zunächst nur im Klavier und wandert dann ins Orchester, um dort zu leben zu beginnen. Denn so schön das Nachklingen des Klaviers auch ist, es ist ja eigentlich ein totes Nachklingen: Man kann nichts mehr tun, man kann nur noch zuhören, wie dieser Klang verschwindet. Dies aufzugreifen, hat mich interessiert.

Georg Friedrich Haas

Sonderausgaben

Konzert

Georg Friedrich Haas: Konzert

Studienpartitur
für Klavier und Orchester , 25’
Besetzung: 3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Schl(3), Str(14 12 10 8 6)

Uraufführung

Ort:
Wien
Datum:
07.11.2007
Orchester:
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Dirigent:
Martyn Brabbins

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