Hans Rott: Pastorales Vorspiel

Hans Rott Pastorales Vorspiel
Pastorales Vorspiel

Hans Rott: Pastorales Vorspiel

Kompositionsjahr:
1880
Instrumentierung:
für Orchester
Komponist:
Hans Rott
Herausgeber:
Helmuth Kreysing (1999)
Instrumentierung:
3 2 2 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte (+ Picc.)
2. Flöte
3. Flöte
1. Oboe
2. Oboe
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in F
2. Trompete in F
3. Trompete in F
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Kontrabasstuba
Pauken
Schlagzeug (2 spieler: Triangel, große Trommel, Becken)
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Dauer:
16’
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Die Werke des mit 26 Jahren in der Psychiatrie verstorbenen Wiener Komponisten Hans Rott (1858 - 1884) zählen zu den wohl interessantesten musikalischen Entdeckungen der 1990er Jahre. Für Gustav Mahler war der um zwei Jahre ältere Studienkollege am Wiener Konservatorium der "Begründer der neuen Symphonie". Hans Rotts Werke bieten in ihrer kompromißlosen Qualität denn auch genügend Anlaß für einen neuen Blick auf die Geschichte der spätromantischen Musik.

Kurz nach Beendigung seiner 1. Symphonie, komponierte der 22jährige Rott sein zweites - und zugleich letztes - Werk für Orchester: das Pastorale Vorspiel (1999 von Helmuth Kreysing herausgegeben). Rott war in seinem Pastoralen Vorspiel hinsichtlich der Harmonik und der Instrumentation an einigen Stellen radikaler als in seiner 1. Symphonie, da er in diesem Werk keine Rücksicht mehr nehmen mußte auf eine Prüfungskommission des Konservatorium, die allen Anklängen an den von ihm hochverehrten Richard Wagner kritisch gegenüberstand.

Das Pastorale Vorspiel ist ein großes auskomponiertes Crescendo, das sich in Präludium und Fuge gliedert. Das Präludium besticht neben der gewagten Harmonik durch seine differenzierte, teils kammermusikalische Instrumentation. Vor allem eine von Vogellauten und Haltetönen bestimmte Passage erinnert stark an die Naturszene in Mahlers Erster. Die Fuge ist eine Umkehrfuge, mit Ansätzen zur Doppelfuge, deren Kontrapunkt gelegentlich äußerst rücksichtslos erscheint.

Sonderausgaben

Pastorales Vorspiel

Hans Rott: Pastorales Vorspiel

Studienpartitur
für Orchester , 16’
Besetzung: 3 2 2 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Str

Pastorales Vorspiel

Hans Rott: Pastorales Vorspiel

Dirigierpartitur
für Orchester , 16’
Besetzung: 3 2 2 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Str

Pastorales Vorspiel

Hans Rott: Pastorales Vorspiel

Studienpartitur
für Orchester , 16’
Besetzung: 3 2 2 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Str

Uraufführung

Ort:
Wien
Datum:
18.02.2000
Orchester:
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Dirigent:
Dennis Russell Davies

Pressestimmen

"Ob Rott nun Mahler teilweise vorweggenommen hat oder nicht, ist für die Bewertung seines Stückes von geringer Bedeutung. ... Mahlers Kompositionsweise nicht unähnlich, schichtet Rott heterogene Versatzstücke unvermittelt übereinander. Auffällig auch die kontrapunktisch sichere Schreibweise, klangschöne Blechbläsersätze oder dunkle Cello-Stellen, die bedeuten: Hier lauert der Tod." (Rainer Elstner, Wiener Zeitung)

"Das Pastorale Vorspiel demonstriert - anders als bei der Symphonie - jetzt eher die Differenz als die Konvergenz zu Mahlers charakteristischer Tonsprache: Im Charakter des Werkes zwischen grüblerischer Verhaltenheit und akademischer Fugenstrenge; in der an Bruckner und Wagner geschulten Tonsprache; in der über Mahler zuweilen hinausgehende Fortschrittlichkeit der Harmonik." (Gerhard Kramer, Die Presse)

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