Jay Schwartz

Jay Schwartz Biographie

Der Komponist Jay Schwartz, geboren 1965 in San Diego, Kalifornien, studierte Klavier und Komposition an der Arizona State University. Er setzte seine Studien als Doktorandenstipendiat der Musikwissenschaft an der Universität Tübingen fort. Von 1992 bis 1995 war Schwartz musikalischer Assistent der Schauspielmusik am Staatstheater Stuttgart.

Jay Schwartz’ Werke wurden von internationalen Festivals in Auftrag gegeben und uraufgeführt, u.a.Donaueschinger Musiktage, Biennale Venedig, Documenta Kassel, Bayerische Staatsoper/Münchner Opernfestspiele, Internationale Computermusikkonferenz Schweden, Ultraschall Festival Berlin und Wittener Tagen für neue Kammermusik.

Werkaufträge und Aufführungen erfolgten durch namhafte Orchester und Ensembles, z.B. Berliner Sinfonie-Orchester, Orchestra Sinfonica Nazionale RAI/Italien, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Mozarteumorchester Salzburg, SWR Vokalensemble Stuttgart, hr-Sinfonieorchester, Staatskapelle Weimar, Ensemble Modern, Neue Vocalsolisten Stuttgart, NYYD Ensemble Estland, das Kairos Streichquartett und das Stadler Quartett.

Im Jahr 2000 gewann er den Bernd-Alois-Zimmermann-Preis für Komposition der Stadt Köln; der SWR zeichnete ihn insgesamt dreimal mit dem Stipendium für Elektronische Musik der Heinrich-Strobel-Stiftung aus.

2007 wurde er für den prestigeträchtigen Prix de Composition de Monaco für seine Komposition Music for Chamber Ensemble nominiert, 2009 veröffentlichte das Label Wergo zusammen mit dem deutschen Musikrat eine Cd mit gesammelten Werken.

Die Werke von Jay Schwartz werden von Universal Edition verlegt, gegenwärtig lebt er in Köln.

Alle Werke

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Über die Musik

Jay Schwartz orientiert sich in seinen Kompositionen physikalischen Eigenschaften des Klanges.Tonalität versteht Schwartz als eine im Zusammenhang mit der Physik der Töne komponierte,organische Harmonik, in der er sich auf Obertonreihen, Mikrotonalität, und Glissandi bezieht.Seine Werke führen zu einem poetischen Klangerlebnis, dessen Sog und direkter emotionalerWirkung sich der Zuhörer nicht entziehen kann.

Akustische Ereignisse werden in einfache, bewusst lang gestreckte, verständliche Formabläufeeingebunden, die einer beharrlichen Metamorphose unterliegen und darüber hinaus auch einemdramatisch durchdachten Konzept folgen, das ein konkretes, meist harmonisches, thematischesMaterial entstehen lässt. Mit dieser Konzeption setzt sich Schwartz ausdrücklich vonamerikanischen Schulen wie John Cage, dem Minimalismus sowie einer Neo-Romantik ab.Homogene Besetzungen, wie z.B. in Music für Orchestra (2005) das Streichorchester, kommendiesem an Einfachheit und Organik orientierten Klangdenken entgegen.

Auch in seinen Konzert-Installationen versucht Schwartz archaischen Aspekten des Klangesnachzuspüren und benutzt hierbei Phänomene der Physik wie Klangübertragung, Magnetismus,und Infraschall. In Music for Autosonic Gongs werden die Instrumente ohne jegliche Berührungallein durch elektroakustische Verfahren zum Schwingen gebracht. Die so entstehenden Klängesind organisch, weder elektronisch erzeugt noch verstärkt. Mit der gewaltigen akustischenWirkung wird die Verbindung von archaischen und avantgardistischen Momenten angestrebt unddamit ein Grundanliegen seines Komponierens eingelöst.

Zukünftige Aufführungen

Pressestimmen

„...ein kraftvolles Klangstück, das die extremsten Tonumfänge der beteiligten Instrumente ausnutzt.[…] Music for Orchestra II zählt definitiv zu den aufregendsten Orchesterwerken der letzten Jahre.”

(Hannes Heher, oe1.orf)

„Das zentrale Anliegen, dass der Komponist mit seiner Musik verfolgt, ist die Kommunikation mit den Zuhörern. Kunst, sagt Schwartz, muss einfach erfahrbar sein. Dementsprechend sind seine Kompositionen stets nachvollziehbar, und folgen einer rasch erfassbaren Form.

Akustische Ereignisse werden in einfache, bewusst langgestreckte Abläufe eingebunden, die einer beharrlichen Metamorphose unterliegen und einem dramaturgisch genau durchdachten Konzept folgen. Derart führen seine Werke zu einem poetischen Klangerlebnis, dessen Sog und direkte emotionale Wirkung, sich der Zuhörer kaum entziehen kann.”

(HR2-Radio, 4. Mai 2010)

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