Karol Szymanowski: Demeter

Karol Szymanowski Demeter
Demeter

Karol Szymanowski: Demeter

Opus:
op. 37b
Kompositionsjahr:
1917/1924
Instrumentierung:
für Alt, Frauenchor und Orchester
Komponist:
Karol Szymanowski
Textdichter:
Zofia Grzybowska-Szymanowska
Chor:
SA
Solisten:
Alt
Instrumentierung:
3 2 3 2 - 4 0 3 0 - Pk, Schl(2), 2 Hf, Cel, Klav, Str
Instrumentierungsdetails:
3 1 EH 3 2 - 4 0 3 0 - Pk., Schl.(2) - 2 Hf., Cel, Klav. - Str.
Dauer:
10’
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Hörbeispiele

Demeter
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

„ ...und wenn es auch keine streng kirchliche Musik ist, so hat es dennoch einen ernsten religiösen Charakter (etwa eine Art griechisches Stabat Mater)" – so beschreibt Szymanowski das Werk in einem Brief 1932 an die Universal Edition. Er hat den Mythos der griechischen Göttin unter dem Einfluss des bedeutenden klassischen Philologen Tadeusz Zielinski ausgewählt. Während eines Aufenthaltes 1918 in Elisawetgrad hat Szymanowski dessen Buch „ls shisni idej" (Aus dem Leben der Ideen) gelesen und unterstrich darin die ihn besonders interessierenden Stellen, so den Satz: „ ...der ganze Zauber der menschlichen Mutterliebe wurde auf die Gestalt dieser Göttin übertragen – der wahrhaftigen Mater dolorosa des Altertums". Und weiter schreibt Zielinski: „...die griechische Religion der Demeter trug in ihrem Innern ein Gefühl – das Gefühl der Religiosität, das durch das geheimnisvolle Ereignis der Wiedererstehung des Getreides hervorgerufen wurde".

Demeter ist ein Werk, das im Kreise des Ahnungsvollen und des Vagen entstanden ist. Hier ist Musik des dunklen Stils, persönliche Kunst, in der die hohe Kunst mit feinsten Abtönungen zu wirken, im Grunde genommen die Hauptrolle spielt. Jim Samson charakterisierte Szymanowski treffend mit folgenden Worten: „His genius is in the creation of subtly drawn, flexible and intensely refined harmonic experiments..."

Manche poetische Intentionen des symbolischen Textes wurden vom Komponisten übernommen und in Musik umgesetzt. Wichtiger ist jedoch, daß das Thema als Ganzes durch die reichen und höchst differenzierten Mittel des „impressionistischen" Orchesters von Szymanowski erfaßt wurde, die vokale Linie von der Seichtheit ihrer Wortmaterie gereinigt und – wie es dem Thema geziemte – veredelt worden ist.

Nach „Die Wende in Karol Szymaowskis Schaffen" von Michal Bristiger, in Karol Szymanowski in seiner Zeit. Wilhelm Fink Verlag. 1984

Uraufführung

Ort:
Warsaw
Datum:
17.04.1931

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