Kurt Weill: Royal Palace

Kurt Weill Royal Palace
Royal Palace

Kurt Weill: Royal Palace

Opus:
op. 17
Kompositionsjahr:
1925-1926
Untertitel:
Oper in 1 Akt
Komponist:
Kurt Weill
Librettist:
Ivan Goll
Klavierauszug:
Arthur Willner
Instrumentierung:
Gunther Schuller
Rollen:
Dejanira, Sopran Der Ehemann, Bass Der Geliebte von Gestern, Bariton Der Verliebte von Morgen, Tenor Der junge Fischer, Tenor Der alte Fischer, Bass Sopransolo hinter der Szene
Chor:
SA
Instrumentierung:
3 2 3 3 - 4 2 2 1 - Pk, Schl(6), Hf, Cel, KlavGlsp, Klav, Asax, Str
Instrumentierungsdetails:
kleine Flöte
1. Flöte
2. Flöte
1. Oboe
2. Oboe (+Eh)
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette
Altsaxophon in Es
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
Tuba
Schlagzeug(7)
Harfe
Celesta
Klaviaturglockenspiel
Klavier
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Scenery:
1
Anmerkungen:
Die originale Instrumentation ist verlorengegangen: Rekonstruktion von Gunther Schuller
Dauer:
50’
Widmung:
Georg Kaiser gewidmet
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Hörbeispiele

Royal Palace
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Mit Royal Palace hoffte Kurt Weill an den Erfolg seines kurz zuvor uraufgeführten Opernerstlings Der Protagonist anzuknüpfen. Ursprünglich hatte Weill es als Ergänzungsstück für die Premiere des Protagonisten vorgesehen, weswegen er fast ohne Unterbrechung an dem Werk komponierte. Da für die Einstudierung letztendlich jedoch nicht genug Zeit blieb, kam es nicht zu der gemeinsamen Aufführung. Das Libretto für Royal Palace stammt von dem elsässischen Schriftsteller Yvan Goll. Bereits im Sommer 1925 hatte Weill Golls Gedicht Der neue Orpheus zu einer Kantate vertont, die als eine Art „Vorstudie“ zu der Oper gesehen werden kann und letztendlich auch mit diesem zusammen uraufgeführt wurde. In Royal Palace gibt es stark ausgeprägte tänzerische und popularmusikalische Elemente wie Jazz, Foxtrott, einen Tango für das Finale sowie zum Beispiel eine Autohupe. Erstmalig besetzte Weill auch ein Saxophon und integrierte eine Filmszene. So schuf er mit Royal Palace eine Kombination aus Ballett, Film und Oper. Die Premiere des Werkes geriet jedoch zum Misserfolg. Nach einer Aufführung in Essen gingen während der Naziherrschaft sowohl Weills Partitur als auch die Stimmbücher verloren. Unglücklicherweise war zuvor keine Kopie der Partitur angefertigt worden. Allein ein Klavierauszug der Oper war vorhanden, der genaue Angaben zur Instrumentation enthielt. Nach diesen erstellten Gunther Schuller und Noam Sheriff eine Rekonstruktion von Weills Orchestrierung, die Grundlage des heute verfügbaren Aufführungsmaterials ist.

Wie in Der neue Orpheus steht auch in Royal Palace eine mythologische Figur im Mittelpunkt: Dejanira, die Frau des Herakles, durch die der Held versehentlich zu Tode kommt und die sich darauf selbst das Leben nimmt. Die Erzählung wird in die Gegenwart versetzt, in ein Luxushotel an einem italienischen See. Dejanira steht zwischen drei Liebhabern: Ihrem Ehemann, dem „Geliebten von gestern“ und dem „Verliebten von morgen“, die sie mit verschiedenen Geschenken beeindrucken möchten. Keiner versteht sie jedoch wirklich, Dejanira stürzt sich desillusioniert in den See und ertrinkt.

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