Leoš Janáček: 1. Streichquartett

Leoš Janáček 1. Streichquartett
1. Streichquartett

Leoš Janáček: 1. Streichquartett

Kompositionsjahr:
1923
Untertitel:
nach Tolstois „Kreutzer-Sonate“
Instrumentierung:
für Streichquartett
Komponist:
Leoš Janáček
Herausgeber:
Milan Skampa (1970)
Sujet:
Leo Tolstoi
Instrumentierungsdetails:
1. Violine
2. Violine
Viola
Violoncello
Inhaltsverzeichnis:
Adagio
Con moto
Con moto
Con moto
Dauer:
18’
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Hörbeispiele

1. Streichquartett
00:00

Werkeinführung

Die Anregung zu diesem Werk entnahm Janáček einem früheren (jetzt verlorenen) Klaviertrio zu diesem Thema, und er komponierte es in Gedanken an Tolstois bitter-tragische Kreutzer-Sonate.

In der Erzählung geht es um eine Frau, die ihren Mann betrügt und von diesem schließlich getötet wird. Janáček – eingeschlossen in eine Ehe ohne Liebe und voller Sehnsucht nach einer anderen Frau – fühlte sich von der leidvollen Geschichte angezogen.

Sein Exemplar der Erzählung von 1900 ist mit Anmerkungen und Kommentaren übersät. Doch eine besonders deutliche Sprache spricht die daraus entstandene Partitur. Wie die „Intimen Briefe“ ist sie ein wechselvolles Kaleidoskop mächtiger aphoristischer Themen. Und auch wenn der Überschwang heftiger Gefühle und der Titel des Quartetts an die Wiener Tradition Beethovens und seiner Nachfolger erinnern, ist Janáčeks Leidenschaft völlig einzigartig. Kaum ein Wunder, dass der Rebell aus Mähren nicht in das konservative Wien passte, als er in seinen Anfängen dort studierte

© Gavin Plumley (Auszug aus der Newton Classics CD 8802072)

Übersetzung: Gudrun Meier

Verwendung und Abdruck des Textes nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.

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