Leoš Janáček: Das schlaue Füchslein

Leoš Janáček Das schlaue Füchslein
Das schlaue Füchslein

Leoš Janáček: Das schlaue Füchslein

Kompositionsjahr:
1924
Untertitel:
Oper in 3 Akten
Version:
Kritische Ausgabe von Jirí Zahrádka
Komponist:
Leoš Janáček
Herausgeber:
Jirí Zahrádka (2009)
Original-Sprache:
Tschechisch
Übersetzer:
Max Brod; Norman Tucker (1961)
Librettist:
Leoš Janáček
Dichter d. Textvorlage:
Rudolf Tesnohlidek
Interpret.hinweise:
Sir Charles Mackerras
Klavierauszug:
Bretislav Bakala (1924)
Rollen:
Förster, Bariton Försterin, Alt Schulmeister, Tenor Pfarrer (Dachs), Bass Háraschta, Bass Pasek, Gastwirt, Chortenor Gastwirtin, Chorsopran Franzl und Seppl, Chorsoprane Junges Füchslein Schlaukopf, Kindersopran Füchslein Schlaukopf, Sopran Fuchs, Sopran
Chor:
Hennen, Waldgetier, Frauenchor (SA) Stimmen des Waldes, gemischer Chor (SAATTBB) Fuchskinder, (Kinder)chor Blaue Libelle, Fliegen, Füchslein Schlau
Instrumentierung:
4 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Hf, Cel, Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte (+2. Picc)
4. Flöte (+1. Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in F (+Trp(C))
2. Trompete in F (+Trp(C))
3. Trompete in F (+Trp(C))
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug(2)
Harfe
Celesta
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Inhaltsverzeichnis:
Uvod / Vorwort / Preface
Sources
Jednàni I / Akt I / Act I
Promena / Verwandlung / Scene change
Jednàni II / Akt II / Act II
Promena / Verwandlung / Scene change
Promena / Verwandlung / Scene change
Promena / Verwandlung / Scene change
Jednàni II / Akt II / Act II
Promena / Verwandlung / Scene change
Promena / Verwandlung / Scene change
Dauer:
110’
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Die vorliegende Neuedition von Leoš Janáčeks Das schlaue Füchslein zeigt die Oper in jener Form, welche der Absicht des Komponisten am nächsten kommt. Die Neuausgabe, herausgegeben von Jiří Zahrádka, geht im Wesentlichen von der Brünner Premierenfassung von 1924 aus, einschließlich der von František Neumann (Dirigent der Uraufführung) detailliert ausgearbeiteten Dynamik. An gewissen Stellen, an denen sich geringfügige Änderungen anlässlich der Prager Produktion als sinnvoll und begründet erwiesen, wurden diese berücksichtigt. Die kritische Neuausgabe der Oper umfasst sowohl die Partitur, das komplette Orchestermaterial, wie auch Klavierauszug und Chorpartitur. 

Die Geschichte vom freisinnigen und gewitzten Füchslein Schlaukopf beginnt bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Am Anfang standen die kleinen Zeichnungen des Jägers und bedeutenden Landschaftsmalers Stanislav Lolek (1873–1936). In der Brünner Tageszeitung Lidové noviny erschienen 1920 die Abenteuer des Füchsleins Schlaukopf in Form von Feuilletons als Serie und hatten großen Erfolg. Die heiteren und unmissverständlichen Zeichnungen mit ihren witzigen und aktuellen Texten fanden ihre Anhängerschaft quer durch das gesamte soziale Spektrum.

Janáček schien offenbar bald zu erwägen, eine Oper zu diesem Stoff zu komponieren, denn er schnitt sämtliche Fortsetzungen aus den Lidové noviny aus. Unmittelbar nachdem der Komponist die Arbeit an Katja Kabanowa beendet hatte, nahm er sich Das Schlaue Füchslein vor. Die Datierungen im Partiturautograf verraten, dass Janáček bereits im Januar 1922 mit der Komposition begann. Rudolf Těsnohlídek, der Autor der literarischen Vorlage, erfuhr nur indirekt von Janáčeks Plan, eine Oper über seinen Text zu schreiben. Der Komponist lud ihn erst dann zu sich ein, als er schon an dem Bühnenwerk arbeitete.

Janáček komponierte und begab sich oft zu Naturstudien ins Freie, wo er eine ganze Reihe Vogelgesänge – von Drosseln, Spatzen, Finken und Amseln – aufzeichnete. Er notierte Stimmen von Taube, Kröte und Frosch mit der instrumentalen Anmerkung „wie Xylofon“. Er beobachtete Tiere und vermerkte im Notizbuch seine Eindrücke von Spaziergängen durchs Wildgehege, wo der Förster sogar einen Fuchsbau mit Jungtieren aufspürte, damit der Komponist sie beobachten und studieren konnte. Daher ist es kein Wunder, dass in den Jahren 1921 und 1922 in den Lidové noviny mehrere Feuilletons von Janáček erschienen, die Tiere zum Thema haben.

Unterdessen brachen leidenschaftliche Verhandlungen darüber aus, wer die Opernneuheit des Komponisten in Verlag nehmen würde. Interesse zeigten vorwiegend, wie schon im Fall von Jenůfa, Die Ausflüge des Herrn Brouček und Katja Kabanowa, zwei Verlage: Hudební matice in Prag und Universal Edition in Wien. Hudební matice sprach den Komponisten als erstes an, aber Janáček nützte, wie schon in früheren Fällen, dieses Angebot, um seine Verhandlungen mit der Universal Edition aus einer sicheren Position führen zu können. Der Vertrag zwischen Leoš Janáček und der Universal Edition wurde Ende März/Anfang April 1924 unterschrieben.

Die feierliche Welturaufführung der Oper Příhody lišky Bystroušky (Die Abenteuer des Füchsleins Schlaukopf) fand im Brünner Theater Na Hradbách am 6. November 1924 statt. Der Erfolg war enorm und der Komponist selbst war mit der Inszenierung von Ota Zítek und dem Bühnenbild von Eduard Milén (der auch den Umschlag des Klavierauszugs gestaltete) sehr zufrieden.

Janáček selbst charakterisierte sein Werk als Waldidylle, die beim Publikum eine Ahnung von der Einheit des Lebens wecken soll – einerlei, ob es sich um Mensch oder Tier handelt.

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Kommende Aufführungen

19 Jan

Das schlaue Füchslein

Nationaltheater, Prag (CZ)

13 Feb

Das schlaue Füchslein

Nationaltheater, Prag (CZ)

15 Feb

Das schlaue Füchslein

Philharmonie Luxembourg, Luxembourg

16 Feb

Das schlaue Füchslein

Philharmonie Luxembourg, Luxembourg

01 Mär

Das schlaue Füchslein

Nationaltheater, Prag (CZ)

Uraufführung

Ort:
Brno
Datum:
06.11.2008
Orchester:
Orchester des Nationaltheaters Brünn
Dirigent:
Tomáš Hanus

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