Leoš Janáček: Sinfonietta

Leoš Janáček Sinfonietta
Sinfonietta

Leoš Janáček: Sinfonietta

Opus:
op. 60
Kompositionsjahr:
1926
Instrumentierung:
für Orchester
Komponist:
Leoš Janáček
Herausgeber:
Karl Heinz Füssl (1980)
Vorwort:
Dr. A.P. (1926)
Instrumentierung:
4 2 4 2 - 4 12 4 1 - Pk, Schl(2), Hf, Btrp(2), TenTb(2), Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte
4. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe (+Englischhorn)
kleine Klarinette in Es
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
4. Trompete in C
5. Trompete in C
6. Trompete in C
7. Trompete in C
8. Trompete in C
9. Trompete in C
10. Trompete in F
11. Trompete in F
12. Trompete in F
Basstrompete in B(2)
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
4. Posaune
1. Baritonhorn in B
2. Baritonhorn in B
Tuba
Pauken
Röhrenglocken
Becken
Harfe
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Inhaltsverzeichnis:
Allegretto
Andante
Moderato
Allegretto
Allegro
Dauer:
25’
Widmung:
Venováno pani R. Newmarchové
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Hörbeispiele

Sinfonietta
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Die im Jahre 1925 entstandene Sinfonietta besteht aus fünf Sätzen, von denen jeder für eine andere Orchesterbesetzung geschrieben ist.

Der erste, nur für Blechbläser und Pauken, ent­wickelt ein einziges Thema, das in mehreren kleinen Abschnitten zuerst in zweiteiligem, dann in einer Art Mittelteil im Walzertakt, zum Schluss in der Vergrößerung wieder in geradem Rhythmus über einen liegenden Quintenorgelpunkt verarbeitet wird. In dem darauffolgenden Andante wechseln zwei Elemente miteinander ab, eine von Bläser-, später Streicherfiguren gestützte, gehaltene Melodie und ein Tanzmotiv in zierlichem Zweivierteltakt.

Nach einer kurzen Einleitung wird zuerst dieses gebracht, dann das zweite melodische Thema durchgeführt. Verarbeitungen des Tanzthemas werden im Zeitmaße und in der Motivik gesteigert bis zu einer Maestosostelle, in der zu gehaltenen Akkorden das frühere Begleitmotiv des Tanzes zur Figur wird. Nach einem Höhepunkt erscheint der Tanzteil des Anfangs variiert und von Figuren umspielt. In diesem Charakter geht der Satz zu Ende.

Der dritte Satz beginnt in mäßigem Tempo mit der Entwick­lung eines melodischen Motivs, zu dem eine immer wiederkehrende akkordische Begleitfigur gesetzt ist. Aus den Akkorden dieser Figur wird das Material für einen ersten Zwischensatz in belebterem Tempo gewonnen, aus dem sich nach einer kurzen Wiederkehr des Anfangs ein leb­hafter, tanzartiger Abschnitt entwickelt, der dem Motiv des Anfangs durch die geänderte Beglei­tung und Gegenstimmen eine Wendung ins Heitere gibt. Immer lebhafter wird das Treiben der Figuren, die Motivik zerflattert immer mehr, bis plötzlich, durch Laufwerk jäh herbeigeführt, das Zurücksinken in Tempo und Stimmung des Anfangs erfolgt. Motiv und Figurenteile des ersten Abschnitts führen das ersterbende Verklingen herbei.

Der vierte Satz ist auf ein einziges polka­artiges Motiv gestellt, das zuerst von der Trompete allein angestimmt wird. Gegenstimmen und Begleitakkorde gesellen sich hinzu. Das Hauptmotiv wandert unter Trillerketten der Streicher ins Horn, später bringen es Klarinette, dann wieder gedämpfte Hörner, Flöte, endlich in seine Teile aufgelöst die Streicher, bis es die Trompete in immer schwächerer Dynamik wieder auf­nimmt und ersterbend gedämpft allein bläst. Eine kurze motivische Durchführung, in der ein Element dieses Themas abwechselnd schnell und langsam gebracht wird, führt zu immer lang­samerem Tempo, während das Motiv von der Oboe, Trompete, teilweise auch von der Klarinette übernommen wird. Eine plötzlich ausbrechende Schlussstretta macht mit kräftigen Schlägen ein Ende.

Das Finale beginnt mit einem charakteristischen Motiv der Flöten zu Streicherfiguren, das gleich durchgeführt wird. Es tritt dann in etwas verändertem Charakter in der Klarinette, Oboe, später in der Flöte auf. Ein von beständigen Staccatoakkorden der Streicher gebildeter lebhafter Zwischensatz, in dem Figuren der Holzbläser eine besondere Rolle spielen, führt zu einer majestä­tischen Verbreiterung, nach welcher das Anfangsthema jetzt auch in den Streichern und Holz­bläsern gebracht wird. Der akkordisch figurative Zwischensatz führt in großer Steigerung zur Wiederholung des ersten Satzes, der genau gebracht wird. Nur treten zur koloristischen und dynamischen Steigerung Trillerketten von Streichern und Holzbläsern zu den Blechen hinzu. Diese Triller verdichten sich in den Holzbläsern zu einem motivischen Kern, der bei dem in pompöser feierlicher Breite erfolgenden Schluss eine Rolle spielt.

Dr. A. P.

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Sinfonietta

Leoš Janáček: Sinfonietta

Dirigierpartitur
für Orchester , 25’
Besetzung: 4 2 4 2 - 4 12 4 1 - Pk, Schl(2), Hf, Btrp(2), TenTb(2), Str

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Besetzung: 4 2 4 2 - 4 12 4 1 - Pk, Schl(2), Hf, Btrp(2), TenTb(2), Str

Uraufführung

Ort:
Prag
Datum:
26.06.1926
Orchester:
Czech Philharmonic Prague
Dirigent:
Talich Václav

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