Luciano Berio: Sincronie

Luciano Berio Sincronie
Sincronie

Luciano Berio: Sincronie

Kompositionsjahr:
1964
Instrumentierung:
für Streichquartett
Komponist:
Luciano Berio
Commission:
für das Lennox Quartett in Auftrag gegeben von Grinnell College (Grinnell-Iowa) commissioned for the Lennox Quartet by Grinnel College (Grinnel-Iowa)
Dauer:
18’30”
Widmung:
to Stefano Eco
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Hörbeispiele

Sincronie
00:00

Werkeinführung

Berios zweites Streichquartett ist musikalisch wie technisch äußerst anspruchsvoll. Er verwendet kaum herkömmliche Streicherklänge – wenn sie hie und da vorkommen, geraten sie um so mehr ins Rampenlicht. Sonst hört man pulverisierte Klänge, die sich mit glissandi abwechseln. Eine Entwicklung ist kaum wahrzunehmen, eher ein äußerst verfeinertes Nacheinander von verfremdeten Klängen, die das Streichquartett wie ein einziges Instrument erscheinen lassen.


Sincronie ist fragile, nervöse, sensible, komplexe Musik für vier Streichinstrumente, die sich wie ein einziges Instrument anhören. Berios Absicht war, die vier Einzelinstrumente „gleichzeitig dieselben Dinge in anderer Art und Weise ‚sprechen‘“ zu lassen. Das Werk scheint keine kontinuierliche Entwicklung durchzulaufen, stattdessen besteht es aus Fragmenten oder sich ständig ändernden kurzen Abschnitten, die sich immer wieder ruckartig bewegen. Oft ist die Dynamik extrem leise, mit unerwartet auftretenden kurzen, starken Akzenten, gefolgt von winzigen Regungen. Ab und zu steigt aus dem Klangteppich ein kurzes instrumentales Solo heraus.

Bálint Varga

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Sincronie

Luciano Berio: Sincronie

Spielpartitur
für Streichquartett , 18’30”

Uraufführung

Ort:
Grinnel, Iowa
Datum:
30.11.1963
Orchester:
Lenox Quartet

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