Luigi Dallapiccola: Volo di notte

Luigi Dallapiccola Volo di notte
Volo di notte

Luigi Dallapiccola: Volo di notte

Kompositionsjahr:
1937-1939
Untertitel:
Oper in 1 Akt
Komponist:
Luigi Dallapiccola
Original-Sprache:
Italienisch
Übersetzer:
Wilhelm Reinking; Eric Smith; Jaques Bourgeois (08.02.1960); Karlheinz Gutheim
Dichter d. Textvorlage:
Antoine de Saint-Exupéry
Klavierauszug:
Riccardo Nielsen
Rollen:
Rivière, Bassbariton Robineau, Bass Pellerin, Tenor Der Funker, Tenor Leroux, Bass Vier Beamte: 2 Tenöre, Bariton, Bass Frau Fabien, Sopran Stimme hinter der Bühne, Sopran
Chor:
SATB
Instrumentierung:
4 3 4 3 - 4 4 3 1 - Pk, Schl(4), Xyl, Hf(2), Cel, Klav, Asax, Tsax, Str - Bühnenmusik: 0 0 2 0 - 0 2 1 0 - Schl(2), Vib, Klav, Ssax(B), Asax(Es), Tsax(B), Vl(3), Kb(2)
Instrumentierungsdetails:
kleine Flöte
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
3. Klarinette in B
Bassklarinette in B
Altsaxophon in Es
Tenorsaxophon in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
4. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug(4)
Xylophon
1. Harfe
2. Harfe
Celesta
Klavier
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Bühnenmusik: 1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Sopransaxophon in B
Altsaxophon in Es
Tenorsaxophon in B
1. Trompete in C
2. Trompete in C
Posaune
Schlagzeug(2)
Vibraphon (+Xyl)
Klavier
1. Violine
2. Violine
3. Violine
1. Kontrabass
2. Kontrabass
Scenery:
1
Dauer:
60’
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Im Herbst 1938 wurde auf Vermittlung von Alfred Schlee der UE der Oper Braunschweig die Uraufführung von Volo di notte angeboten. Das Opernhaus akzeptierte diese Idee mit großem Enthusiasmus. Ein halbes Jahr später wandte sich jedoch das Blatt: das Reichs-Propaganda-Ministerium hatte die Uraufführung nicht genehmigt, zumal „eine derartige Musik, die zu stark ins Atonale geht, vom deutschen Theaterpublikum abgelehnt würde“. Die Uraufführung fand daraufhin 1940 im Teatro della Pergola in Florenz statt.

Volo di notte basiert auf dem Roman Vol de nuit von Antoine de Saint-Exupéry. Luigi Dallapiccola, der das Libretto selbst geschrieben hat, komponierte diesen frühen Einakter in der Zwölftontechnik, die er aber nicht in aller Strenge anwendete.

Dallapiccola: „Die Musik des Nachtflugs dürfte demjenigen, der mit Aufmerksamkeit und möglichst ohne zu viele Vorurteile zuhört, nicht allzu schwer erscheinen. Das menschliche Ohr hat in den letzten Dezennien erhebliche Fortschritte gemacht: der Begriff der Dissonanz ist heute nicht mehr so eng begrenzt, wie er das zu Beginn unseres Jahrhunderts war, und ich bin überzeugt, es wird der Augenblick kommen, da die Dissonanz, d. h. die Bewegung (moto) von allen anerkannt und in der Musikkunst, die vor allem die Kunst der Bewegung ist, gerechtfertigt wird.“

Synopsis: Handlungsort ist ein Flughafen in Südamerika in den 1930er Jahren. Der Direktor des Flughafens, Rivière, hat nur den wirtschaftlichen Gewinn im Auge, als er beschließt, den Betrieb auch in der Nacht weiter zu führen. Ohne zu zaudern schickt er seine Piloten nachts, sowie bei jeder Schlechtwetterlage los. Die Intervention einer Pilotengattin, sowie seiner eigenen Mitarbeiter, lassen seine Ansichten nur erstarken und so fordern die Unvernunft und Habgier ihr erstes Opfer. Ohne Rücksicht lässt er den Nachtkurier nach Europa starten, denn er ist überzeugt, dass er unbeirrt weitermachen muss, um die Idee des Nachtflugs nicht zu gefährden.

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