Mauricio Sotelo: Tamquam centrum circuli

Mauricio Sotelo Tamquam centrum circuli
Tamquam centrum circuli

Mauricio Sotelo: Tamquam centrum circuli

Kompositionsjahr:
1997/2006
Instrumentierung:
für Flöte, Cembalo und Orchester
Komponist:
Mauricio Sotelo
Solisten:
Flöte, Cembalo
Instrumentierung:
2 2 3 2 - 4 2 2 1 - Schl(3), Str(10 8 6 5 3)
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
Kontrabasstuba
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
3. Schlagzeug
Violine I (10)
Violine II (8)
Viola (6)
Violoncello (5)
Kontrabass (3)
Commission:
Auftragswerk des Saarländischen Rundfunks
Dauer:
18’
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Hörbeispiele

Tamquam centrum circuli
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

tanquam centrum circuli ist der Titel eines der letzten Gedichte von José Ángel Valente. Diese Verse wurden für das Libretto der Oper geschrieben, an der wir damals, 1996, gemeinsam arbeiteten: Bruno oder Das Theater der Erinnerung. Das Gedicht enthält auch einen Vers, den der Dichter meiner Musik widmete: "Man hört nur ein unendliches Hören."

Im Gravitationszentrum der Komposition, die heute zu hören sein wird, steht eine Kadenz für die zwei Soloinstrumente des Werkes, Bassflöte und Cembalo. In dieser Kadenz werden die Echos eines musikalischen Gedächtnisses aufgegriffen, das auf die alten Gesänge des Flamenco zurück geht. In diesem konkreten Stück geht es um eine Form, die Granaina genannt wird, was nichts anderes bedeutet als ein Fandango aus Granada, dem aller Rhythmus genommen wurde und für den das Filigrane seiner Melismen charakteristisch ist. Diese Kadenz wurde inspiriert von einem kürzlich erfolgten Besuch der Alhambra von Granada, den ich mit der finnischen Komponistin Kaija Saariaho unternahm.

Die zwei formalen Flügel, die um dieses Zentrum schwingen, nähern sich der Aura eines der dramatischsten und ältesten Gesänge des andalusischen 'Cante hondo': der 'Seguiriya'. Ihre spiralförmige Bewegung stürzt nach und nach in eine Art von wirbelnden Dreiertakt, der sich an ein Scherzo, einen Scherz oder eine Scherzerei anlehnt und der einen ausgeprägten rhythmischen Charakter aufweist: die Bulería. Auf diesen schwingenden Untergrund sind die Noten der Kadenzen für jedes der Soloinstrumente geflochten.

Spektraler Flamenco, wie ein deutscher Freund einmal meine Musik genannt hat, oder entzündeter Gesang eines Aufschreis, enthält diese Musik das schwingende Schlagen der Erinnerung, das nur "in dieser blendenden, dieser dunklen / Explosion des Lichts im Licht sich manifestiert" (J. A. Valente, 6. 1. 1996)

Mauricio Sotelo

Sonderausgaben

Tamquam centrum circuli

Mauricio Sotelo: Tamquam centrum circuli

Studienpartitur
für Flöte, Cembalo und Orchester , 18’
Besetzung: 2 2 3 2 - 4 2 2 1 - Schl(3), Str(10 8 6 5 3)

Tamquam centrum circuli

Mauricio Sotelo: Tamquam centrum circuli

Solostimme(n)
für Flöte, Cembalo und Orchester , 18’
Besetzung: 2 2 3 2 - 4 2 2 1 - Schl(3), Str(10 8 6 5 3)

Uraufführung

Ort:
Saarbrücken
Datum:
24.09.2006
Orchester:
Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken
Dirigent:
Josep Pons

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