Max von Schillings: Mona Lisa

Max von Schillings Mona Lisa
Mona Lisa

Max von Schillings: Mona Lisa

Opus:
op. 31
Kompositionsjahr:
1913/1915
Untertitel:
Oper in 2 Akten
Komponist:
Max von Schillings
Textdichter:
Beatrice Dovsky
Klavierauszug:
Heinz Ludwig
Rollen:
Ein Fremder (Francesco del Giocondo), Bariton Eine Frau (Mona Fiordalisa), Sopran Ein Laienbruder (Giovanni de' Salviati), Tenor Pietro Tumoni, Bass Arrigo Oldofreni, Tenor Alessio Beneventi, Tenor Sandro da Luzzano, Bariton Masolino Pedruzzi, Bass Ginevr
Chor:
SATB
Instrumentierung:
3 3 3 3 - 6 4 3 1 - Heckelphon, Pk, Schl(4), Hf(2), Cel, Org, Mand, Str; Bühnenmusik: Gl, Hf, Mand, StrQu
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
Heckelphon
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
3. Klarinette in B (+Bkl(B))
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott (+Kfg)
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
5. Horn in F
6. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
4. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
1. Schlagzeug (Becken, gr. Trommel)
2. Schlagzeug (Glocken, Glockenspiel, Tamtam, Xylophon)
3. Schlagzeug (kl. Trommel, Tamburin)
4. Schlagzeug (Triangel)
1. Harfe
2. Harfe
Celesta
Orgel
Mandoline
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Glocken (Bühnenmusik)
Harfe (Bühnenmusik)
Mandoline (Bühnenmusik)
1. Violine (Bühnenmusik)
2. Violine (Bühnenmusik)
Viola (Bühnenmusik)
Violoncello (Bühnenmusik)
Scenery:
2
Dauer:
150’
Widmung:
Der Philosophischen Fakultät der Ruperto-Carola-Universität in Heidelberg in Dankbarkeit gewidmet
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Max von Schillings spielte im Deutschland der 1920 und Anfang der 1930er Jahre vor allem als Theater-Intendant und Dirigent eine große Rolle. In der Zeit von 1915 (Uraufführung) und 1933 (Max von Schillings Tod) zählte Mona Lisa mit über 1200 Aufführungen zu den internationalen Opernhits. Schillings unverhohlene Sympathie für den Nationalsozialismus verhinderte allerdings, dass sein größter – und im Grunde einziger – kompositorischer Erfolg, die Oper Mona Lisa, nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in die Spielpläne zurückkehrte. Mona Lisa war Schillings vierte und letzte Oper. Zwar verwendete Schillings in dieser seiner vierten und letzten Oper weniger Stilmittel die der Musik Wagners entnommen sind, die Geschichte und die musikalische Inspiration holte er sich hier eher aus dem italienischen Verismo, was dem Zeitgeschmack um 1915 voll entsprach – nicht unähnlich den erfolgreichsten Werken von Korngold und Zemlinsky.

Erst mit ihrem Diebstahl aus dem Louvre 1911 avancierte Leonardo da Vincis Mona Lisa zum bekanntesten Gemälde der Welt. Zwei Jahre blieb das Gemälde verschwunden und sogar Künstler wie Picasso und Apollinaire wurden des Diebstahls verdächtigt. Die internationale Presse berichtete sehr ausführlich über den Raub und die Ermittlungen und auch Schillings wurde von der Faszination des Stoffes erfasst und beschloss eine Oper über die enigmatische Frau auf dem Gemälde zu schreiben.

Die österreichische Schriftstellerin, Schauspielerin und Kinderbuch-Autorin Beatrice von Dovsky verfasste das Libretto, das der Geschichte eine mystische, übernatürlich Aura verschaffte, in dem sie die Handlung im heute beginnen und enden lässt, den Bogen aber über die originale Geschichte der Gioconda spannt.

Synopsis: Ein ungleiches Paar besucht auf ihrer Hochzeitsreise den Louvre. Ihr Führer durch das Museum, ein Mönch, erzählt von den vielen Ereignissen, die 1492 stattfanden und dem Schicksal der rätselhaften Schönheit, genannt Mona Lisa. Es ist die Geschichte einer unglücklichen Ehe, voller Eifersucht, Geiz, Grausamkeiten; aber auch verbotener Romantik, die den Grund für ihr Lächeln enthüllt. Wieder in der Gegenwart wird klar, dass die unglückliche Besucherin des Louvre Mona Lisa sein muss.

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