Nigel Osborne: Prelude and Fugue

Nigel Osborne Prelude and Fugue
Prelude and Fugue

Nigel Osborne: Prelude and Fugue

Kompositionsjahr:
1975
Instrumentierung:
für Kammerensemble
Komponist:
Nigel Osborne
Instrumentierungsdetails:
Fl, Kl - Trp, Pos - Schl - Klav - Vl, Va, Vc, Kb
Dauer:
17’
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Werkeinführung

Prelude ist von einem zentralbrasilianischen Mythos inspiriert, der sich auf „Das honigsüchtige Mädchen“ bezieht. Die Heldin ist eine aggressive Verführerin, welche den Honig vernascht, der ihrem Mann einen Platz in der Gesellschaft sichern würde. Ihre Verbindung sinkt so auf eine physische Ebene herab: Der Honig als Symbol des Natürlichen im Gesellschaftlichen entspricht hier etwa der europäischen Bedeutung „Honigmond“. Die Instrumente werden symbolisch verwendet: Flöte = Mädchen, Flexation = Honig, Posaune  = Mann.

Die Fuge lehnt sich an Levi Strauss‘ Analyse der südamerikanischen Mythologie an, wo aufgezeigt wir, dass die allgemeine Sprache für soziale, religiöse und ökonomische Mitteilungen eigentlich ein akustischer Code ist. Der Klang der Kürbisrasse zum Beispiel vermittelt zwischen Geistern und Menschen. Der Gebrauch von Rasseln und Klappern als „Instrumente der Dunkelheit“ zur Beschwörung und Vertreibung von Geistern im Europa des Mittelalters lässt darauf schließen, dass diese  Art von akustischem Code weiter verbreitet ist als man allgemein annehmen möchte und deshalb für die Phänomenologie unserer Instrumente große Bedeutung hat.

Nigel Osborne

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