Chlubna, Janáček: Šárka

Chlubna, Janáček Šárka
Šárka

Chlubna, Janáček: Šárka

Kompositionsjahr:
1887-1888
Untertitel:
Oper in 3 Akten
Version:
Fassung 1919
Komponist:
Osvald Chlubna; Leoš Janáček
Herausgeber:
Jirí Zahrádka (2000); Sir Charles Mackerras (2000)
Original-Sprache:
Tschechisch
Übersetzer:
U. Damm (15.11.2001); H. Ulrich (15.11.2001); Larysa Molnárová (13.03.2002); Stefan Malzew (13.03.2002); John Tyrrell (14.11.2000)
Rollen:
Premysl, Bariton Ctirad, Tenor Šárka, dramatischer Sopran Lumír, Tenor
Chor:
Chor der Wladiken, Tenöre, Bässe Chor der Kämpferinnen, Soprane, Alte Chor der Jünglinge, Tenöre, Bässe Chor der Mädchen, Soprane, Alte
Instrumentierung:
2 3 3 3 - 4 2 3 1 - Pk, Schl, Hf, Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte (+Picc)
2. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in B (+Kl(A))
2. Klarinette in B (+Kl(A))
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F (+Hr in Es)
3. Horn in F (+Hr in Es)
4. Horn in F (+Hr in Es)
1. Trompete in F (+Trp in Es)
2. Trompete in F (+Trp in Es)
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug
Harfe
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Scenery:
3
Dauer:
67’
Mehr Weniger

Hörbeispiele

Šárka
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Anfang 1887 erschien, in der Zeitschrift Česká Thalie abgedruckt, das Libretto zu einem musikalischen Drama Šárka. Der Autor, Július Zeyer, zählte zu den bedeutendsten tschechischen Schriftstellern seiner Zeit. Der junge, noch unbedeutende Komponist Leoš Janáček begann sofort mit der Vertonung des Textes.

Sein Schaffensdrang wurde jedoch anlässlich der nachträglich eingeholten Erlaubnis zur Verwendung des Librettos gebremst: Zeyer verbat sich die Vertonung durch Janáček. Diese restriktive Haltung des Autors erklärt sich aus dessen Intention, dass namhaftere Komponisten, wie Dvořák oder Smetana, sich mit dem Text beschäftigen sollten. Zwei Briefe Janáčeks wurden von Zeyer abschlägig beantwortet, worauf den jungen Komponisten der Mut verließ und er die Arbeit zur Seite legte, die mittlerweile, in der zweiten Hälfte des Jahres 1888, bis zur Orchestrierung der ersten zwei Akte gediehen war.

Ziemlich genau 30 Jahre später, Ende 1917 oder Anfang 1918, fand der mittlerweile zu beachtlichem Ruhm gekommene Janáček zufällig die Unterlagen zu seiner Erstlingsoper Šárka wieder, in einer alten Truhe, wie er selbst berichtete. Er war nach wie vor von der Qualität seines Frühwerkes überzeugt und machte sich daran, die Vokallinien zu korrigieren, im Sinne seiner mittlerweile erarbeiteten Idee der „Sprechmelodie“. Danach übergab er die Klavierpartitur des dritten Aktes seinem Schüler Osvald Chlubna. Dieser sollte die Instrumentation ausführen, wobei ihm die Partitur der ersten beiden Akte nicht zur Verfügung stand. Janáček war mit dem Ergebnis der Arbeit Chlubnas zufrieden, wiewohl das Manuskript Chlubnas zahlreiche nachträgliche Änderungen von Janáčeks Hand aufweist.

Das neuerliche Ansuchen um Erlaubnis zur Vertonung des Textes wurde von den Rechtsnachfolgern Zeyers nun ohne weiteres erteilt. Janáček fuhr fort, weitere Verbesserungen in allen drei Akten seiner Šárka vorzunehmen: Er strich Takte, fügte andere neu hinzu, schnitt Passagen aus und fügte sie an anderer Stelle wieder ein. Erst danach, im Laufe des Jahres 1919, wurde Janáčeks Verlagshaus, Universal Edition, von der Existenz eines neuen Werkes informiert.

Es vergingen weitere sechs Jahre, bis Janáček 1925 endlich die Uraufführung von Šárka erleben konnte. Zuvor feilte der Komponist noch weiter an einigen Stellen. Im Sommer 1925 übergab er die Partitur zum Herausschreiben der Instrumentalstimmen an Kopisten.

Die Uraufführung fand am 11. November 1925 im Brünner Nationaltheater statt und wurde ein voller Erfolg.

Aus unserem Onlineshop

Weitere Werke

Melden Sie sich für unseren Newsletter an!

Sie bekommen regelmäßig Informationen über neue Notenausgaben mit Gratis-Downloads, aktuelle Gewinnspiele und News zu unseren Komponistinnen und Komponisten.