Peter Kolman: Panegyrikos (1964, rev. 1998)

Peter Kolman Panegyrikos (1964, rev. 1998)
Panegyrikos (1964, rev. 1998)

Peter Kolman: Panegyrikos (1964, rev. 1998)

Kompositionsjahr:
1964/1998
Instrumentierung:
für 4 Oboen, 4 Trompeten, 4 Violoncelli und 4 Schlagzeugspieler
Komponist:
Peter Kolman
Instrumentierungsdetails:
1. Oboe
2. Oboe
3. Oboe
4. Oboe
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
4. Trompete in C
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
3. Schlagzeug
4. Schlagzeug
1. Violoncello
2. Violoncello
3. Violoncello
4. Violoncello
Dauer:
9’
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Hörbeispiele

Panegyrikos (1964, rev. 1998)
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Nach Stücken mit dem Charakter einer experimentellen Untersuchung von Elementardispositionen, gekennzeichnet durch streng determinierte Strukturen und sonisch modellierten Flächen, gebrauchte Kolman die Erfahrungen auf dem Feld inhaltlich gewichtigerer und tektonisch bedeutungsvollerer Einheit, diesmal in Intentionen von Edgar Varéses Schaffen (z.B. Hyperism und Intégrales). Vor allem in einem gleichgewichtig von einer Bläsergruppe und einer differenzierten Schlagzeuggruppe formierten Ensembles, mit Verzicht auf Melodik durch verfremdete Handhabung von Melodieinstrumenten wie auch in der Absicht die diastematische Dimension für einen planmäßigen Auf und Abbau von Klangblöcken unterschiedlicher Dichte zu nutzen. Im Stück dringt in den Vordergrund des Autors ursprünglicher Sinn für die Expression, plastische Kontraste und eine dynamisch gewölbte Form.

Er bearbeitet musikalisch Panegyrikos – eine öffentliche Rede an das Volk und an das Individuum.

Die etwa neun Minuten lange Komposition ist in mehrere zueinander geordnete Abschnitte aufgeteilt, in denen immer einer Instrumentengruppe dominiert. Der Autor hat dabei auch die Verteilung der Musiker im Rau bedacht, um einen stereophonischen Klangeffekt zu erreichen.

Interesse erweckt die Komposition vor allem durch die Art und Weise der Kontrastdurchführung im sonischen Bereich. Auf der einen Seite tritt in den Vordergrund die Nutzung der rhythmischen Unregelmäßigkeiten, während die Schlaginstrumente als Spannungsmittel erklingen, auf der anderen wirkt die Nutzung von der Möglichkeiten des Violoncello un der Blasinstrumente (Glissanden, Jété der Violoncelli, Sordinen der Trompeten) markant als Element des statischen Charakters der sonischen Komposition bestimmt, den man als geschlossen charakterisieren kann. Sie besteht aus acht zueinander geordneten Abschnitten mit einem dynamischen Höhepunkt im Schluss.

Susanna Balaun

Uraufführung

Ort:
Bratislava
Datum:
24.01.1965

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