Peter Ronnefeld: Peter Schlemihl

Peter Ronnefeld Peter Schlemihl
Peter Schlemihl

Peter Ronnefeld: Peter Schlemihl

Kompositionsjahr:
1955
Untertitel:
Ballett in 3 Teilen
Komponist:
Peter Ronnefeld
Textdichter:
Adalbert von Chamisso
Rollen:
Peter Schlemihl sein Schatten Teufel Gold Dame Schatten Passanten Ballgäste
Instrumentierung:
2 2 3 2 - 2 2 3 1 - Pk, Schl, Klav, Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe (+Eh)
1. Klarinette in B
2. Klarinette in B
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
1. Horn in F
2. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
Pauken
Schlagzeug (+Xyl
Gng
Bck
klTr
Tomt
Rtr
grTr
Tamb
Trgl)
Klavier
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Scenery:
2
Dauer:
40’
Widmung:
Meinem Lehrer Boris Blacher gewidmet
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Hörbeispiele

Peter Schlemihl
00:00

Werkeinführung

Meine „Peter-Schlemihl“-Musik – kurz belichtet:

Beim Komponieren der Musik zu „Peter Schlemihl“ erschien es mir wesentlich, die Handlung des Balletts nicht nur zu untermalen, sondern die einzelnen Figuren plastisch zu zeichnen. Zum Beispiel das personifizierte Nichts, die Null Peter Schlemihl. Dass er das einzige, was er besitzt, verkauft, nämlich seinen Schatten, muss ihn untergehen lassen. Der Teufel erscheint zunächst harmlos, entwickelt sich aber im Laufe der Handlung zu dem, was er wirklich ist. Die Dame als Verführerin im 2. Teil, die Passanten, die durch Schlemihl hindurchgehen, die ihn nicht beachten, das Gold, zu dessen Schatten Schlemihl wird, dies alles musste musikalisch eindeutig gestaltet werden.

Das Motiv, mit dem Piccolo, Xylophon und Klavier die Chaconne eröffnen, bildet den Baustein für das ganze Werk. Es kehrt die Tonfolge, transponiert als harmonisches und melodisches Material, immer wieder, bis sie als Fanfare das Ballett schließen lässt.


Ronnefelds „Peter Schlemihl“ (Inhalt)

1. Bild: Peter Schlemihl irrt mit seinem Schatten durch die Straßen, von den Passanten, unter ihnen die Dame, unbeachtet. Er sehnt sich nach Reichtum. Der Teufel bietet ihm Gold, um Schlemihls Schatten zu erkaufen. Nach anfänglichem Zögern willigt Schlemihl in den Tausch ein.

2. Bild: Schlemihl gibt ein Fest. Die Dame tanzt mit dem Gold, um Schlemihl aus seiner Zurückhaltung zu locken. Es gelingt ihr, und Schlemihl springt in den Saal. Entsetzt entdeckten die Gäste, dass er keinen Schatten hat, und ziehen sich zurück.

3. Bild: Schlemihl versucht den Handel mit dem Teufel rückgängig zu machen. Der Teufel bietet ihm verschiedene Schatten an, aber keiner passt zu Schlemihl. Verzweifelt wirft er das Gold von sich und geht vereinsamt zugrunde.

Peter Ronnefeld

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Uraufführung

Ort:
Kiel
Datum:
10.04.1956

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