Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin: Musikalisches Opfer

Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin Musikalisches Opfer
Musikalisches Opfer

Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin: Musikalisches Opfer

Kompositionsjahr:
1983
Instrumentierung:
für Orgel und 9 Blasinstrumente
Komponist:
Rodion Konstantinowitsch Schtschedrin
Solisten:
Orgel
Instrumentierungsdetails:
3 Fl, 3 Fg, 3 Pos
Commission:
Auftragswerk der UE zum 300. Geburtstag von J.S.Bach
Dauer:
135’
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Werkeinführung

Rodion Schtschedrins Musikalisches Opfer wurde 1983 komponiert, zum 300. Geburtstag von Johann Sebastian Bach. Das Werk ist für Orgel, drei Flöten, drei Fagotte und drei Posaunen geschrieben.

Es ist in einem einzigen, großdimensionierten „Satz” durchgehalten, der jedoch in mehrere Teile mit unterschiedlichem musikalischem Material, unterschiedlichen Themen und Instrumenten unterteilt ist. Dominierend als Instrument ist die Orgel.

Ein mehrere Minuten langes Orgelsolo steht am Beginn. Nach langsamen Einleitungstakten (nur Manual) folgt eine Toccatabewegung über einem Orgelpunkt. Als nächstes entspinnt sich ein Dialog zweier Gesangstimmen im Manual (Adagio assai) mit chromatischen Zweiunddreißigstel-Figuren. Es folgt ein „Maestoso rubato”, wie das Pochen des Herzschlags. Nach verschiedenartigen, immer wieder neuen Ausdrucksbereichen, welche die Lebendigkeit der musikalischen Einfallskraft Schtschedrins bezeugen, wird die Orgelpartie zuerst von den drei Flöten abgelöst. Ein weiterer Abschnitt ist wieder der Orgel vorbehalten, gefolgt von einem längeren Abschnitt der Fagotte. Im darauffolgenden Orgelsolo sind Zitate aus den Bach’schen Orgelwerken miteinverwoben. Dieses wird von einem Abschnitt der drei Posaunen abgelöst. Nach einem Fortissimo-Solo (Plenum) der Orgel folgen jeweils kürzere Teile der Flöten,

Fagotte, Posaunen, und mehrere Abschnitte mit deren Kombinationen. Am formalen wie musikalischen Höhepunkt der Komposition sind alle zehn Instrumente im Einsatz. Die neun Bläser sind in Akkorden zusammengefasst und bilden so einen effektvollen Kontrast zur figuralen Orgelpartie. Wieder folgt ein toccatenartiger Teil, der allmählich abgebaut wird und melodischen Abwärtsbewegungen den Platz freigibt. Das Werk fällt und sinkt in sich zusammen (Opfer”) und verlöscht im Pianissimo.

Günter Kahowez

Aus unserem Onlineshop

Uraufführung

Ort:
Moskau
Datum:
21.10.1983

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