Roman Haubenstock-Ramati: Miroirs

Roman Haubenstock-Ramati Miroirs
Miroirs

Roman Haubenstock-Ramati: Miroirs

Kompositionsjahr:
1984/1991
Untertitel:
Mobile
Instrumentierung:
für 16 Klaviere
Komponist:
Roman Haubenstock-Ramati
Instrumentierungsdetails:
Versionen von 4 bis 16 Klaviere möglich
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Hörbeispiele

Miroirs
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Werkeinführung

Ein Mobile entsteht wenn – wenigstens – zwei geschlossene (sich wiederholende) Kontinuitäten: Zyklen, einander begegnen. Mobile stellt eine neue variable Form dar.

Die Variabilität eines Mobiles wächst mit der Zahl und der Dauer der, in das klangliche Geschehen ivolvierter Zyklen. Ein eindimensionaler Zyklus (linearer Zyklus) kann nur zwei[-]mal verschiedentlich gelesen werden: von links nach rechts (original) und von rechts nach links (retrograd). Ein zweidimensionaler Zyklus (flächenartiger Zyklus) kann 16mal verschiedentlich gelesen werden: horizontal, vertikal und diagonal; von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten und von unten nach oben. Die 16 Lesearten des zweidimensionalen Zyklus werden gleichzeitig zu 16 Stimmen einer neuen variablen Form des Kanons und stellen gleichzeitig die Kristallisation der Form eines Mobiles dar.

Miroirs sind ein 16-stimmiger Kanon, ein Mobile also das alle 16 Lesearten des zwei-dimensionalen Zyklus ins Spiel bringt. Miroirs stellen die äußerste Grenze eines Mobile dar, beinhalten potentiell alle möglichen Varianten, alle Ver- und Zerspiegelungen des gegebenen Materials das zu einer neuen Form wird – die zur gleichen Zeit geschlossen und offen ist – zu einer neuen Form der Musik, die ich als „Prinzip der dynamisch geschlossenen Form“ verstanden und bezeichnet habe.

Die Miroirs stellen auch die „Musik im Raum“ dar. Die 16 Klaviere sollen ziemlich weit voneinander platziert werden und – wenn möglich auf verschiedenen Ebenen eines sehr breiten und hohen Raumes. Abhängig von der Position des Hörers wird diese Musik auch unterschiedlich perzipiert, immerhin ist eine gewisse Distanz zu der Klangquelle notwendig, um diese Musik, die eine kolossale variable Raum-Klang-Skulptur darstellt aus einer notwendigen Perspektive als Ganzes erfassen zu können.

Sonderausgaben

Miroirs

Roman Haubenstock-Ramati: Miroirs

Partitur und Stimmen
für 16 Klaviere

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