Roman Haubenstock-Ramati: Mobile for Shakespeare

Roman Haubenstock-Ramati Mobile for Shakespeare
Mobile for Shakespeare

Roman Haubenstock-Ramati: Mobile for Shakespeare

Kompositionsjahr:
1960
Instrumentierung:
für Sopran oder Mezzosopran und 6 Spieler
Komponist:
Roman Haubenstock-Ramati
Textdichter:
William Shakespeare
Solisten:
Sopran oder Mezzosopran
Instrumentierungsdetails:
Klav, Cel, Vib, Schl 1: 4 Wood Blocks, 2 Bongos, 2 Temple Blocks (hoch, tief), 4 Toms (klein bis groß), Schl 2: Hihat, 2 Becken (mittel, groß), Tamtam (groß), Schl 3: Crotales (antike Becken), Kastagnetten, Maracas (groß)
Commission:
Kompositionsauftrag Radio Bremen 1961
Dauer:
13’
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Hörbeispiele

Mobile for Shakespeare
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Werkeinführung

Das Stück wurde als Auftragswerk von Radio Bremen 1960 uraufgeführt. Es ist das erste für Gesang und Ensemble, das dem Prinzip der dynamisch geschlossenen Form gehorcht, eine Form, die – wie an anderer Stelle ausgeführt – das dialektische Prinzip von Wiederholungen und Variationen auf eine völlig neue Basis stellt.

Die Form ist „geschlossen“, weil deren Elemente nach Vollziehung einer Phase wiederholt eingesetzt werden, um eine neue Phase zu absolvieren. Da aber verschiedene Elemente unterschiedlich lange Phasen aufweisen, wird jede weitere Wiederholung „dynamisch“, das heißt: vertikal gesehen entstehen dabei immer neue Zusammenhänge.

Die Notation des Stücks ist nicht rein „graphisch“. Abweichungen von der normalen Notation haben hier den Zweck, kleine Veränderungen diverser Details zu ermöglichen. Es handelt sich also um eine Notation, die eine gewisse Mehr- oder Vieldeutigkeit des musikalischen Geschehens nicht nur zulässt, sondern geradezu schafft. Die „Partitur“ ist zugleich die Stimme für die Ausführenden.

Roman Haubenstock-Ramati

Als Text wählte Haubenstock-Ramati das 53. und 54. Sonett von William Shakespeare:

Sonnet 53

What is your substance, whereof are you made,
That millions of strange shadows on you tend?
Since everyone hath, every one, one shade,
And you, but one, can every shadow lend.

Describe Adonis, and the counterfeit
Is poorly imitated after you,
On Helen’s cheek all art of beauty set,
And you in Grecian tires are painted new:

Speak of the spring and foison of the year,
The one doth shadow of your beauty show,
The other as your bounty doth appear;
And you in every blessed shape we know.

In all external grace you have some part,
But you like none, none you, for constant heart.

Sonnet 54

Oh, how much more doth beauty beauteous seem
By that sweet ornament which Truth doth give!
The rose looks fair but fairer we it deem
For that sweet odour which doth in it live.

The canker-blooms have full as deep a dye
As the perfumed tincture of the roses,
Hang on such thorns, and play as wantonly
When summers breath their masked buds discloses:

But, for their virtue only is their show,
They live unwooed and unrespected fade,
Die to themselves, sweet roses do not so;
Of their sweet deaths are sweetest odours made:

And so of you, beauteous and lovely youth,
When that shall fade, my verse distils your truth.

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