Sir Harrison Birtwistle: An Imaginary Landscape

Sir Harrison Birtwistle An Imaginary Landscape
An Imaginary Landscape

Sir Harrison Birtwistle: An Imaginary Landscape

Kompositionsjahr:
1971
Instrumentierung:
für Blechbläser, Schlagzeug und Kontrabässe
Komponist:
Sir Harrison Birtwistle
Instrumentierung:
0 0 0 0 - 4 4 3 1 - Pk(2), Schl(2), Kb(4)
Instrumentierungsdetails:
1. Horn
2. Horn
3. Horn
4. Horn
1. Trompete
2. Trompete
3. Trompete
4. Trompete
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Tuba
1. Pauken
2. Pauken
1. Schlagzeug (+Xyl
Vib
T-T
Fingercymbeln)
2. Schlagzeug (+Xyl
Vib
3xT-T
Fingercymbeln)
1, 2. Kontrabass
3, 4. Kontrabass
5, 6. Kontrabass
7, 8. Kontrabass
Commission:
Commissioned by the BBC for the ISCM Festival in London, June 1971.
Anmerkungen:
dem Andenken der Mutter des Komponisten
Dauer:
20’
Widmung:
To the memory of my Mother
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Hörbeispiele

An Imaginary Landscape
00:00

Werkeinführung

... Als Birtwistle 1971 An Imaginary Landscape komponierte, entwickelte er bereits die Klangwelt seines Bühnenwerkes über die Orpheus-Sage. Wollte man einen Überbegriff für Birtwistles Werke aus dieser Zeit finden (in der auch sein berühmtestes Frühwerk, nämlich The Triumph of Time, entstand), dann wäre "imaginäre Landschaft" durchaus passend. Diesen Titel verwendete erstmals John Cage Anfang der 50er Jahre für eine Reihe elektronischer Werke, aber er paßt besonders für einen Komponisten, der häufig geographische Metaphern benützt, um zu beschreiben, wie die Zuhörer sich in seiner Musik orientieren können: "Man geht los, hält inne, sieht sich um, betrachtet das Panorama, richtet seine Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Aspekt oder ein Detail dieses Aspekts oder auf ein Fragment dieses Details oder auf die Beschaffenheit dieses Fragments."

Birtwistle nennt An Imaginary Landscape ein "Prozessionslied". Die Musik schreitet fort wie auf einem allmählich entstehenden musikalischen Fries, wobei das Verstreichen der normalen menschlichen Zeit scheinbar außer acht bleibt. Das Ensemble aus Blechbläsern, Schlagwerk und Kontrabässen ist in Instrumentalchöre unterteilt, die in der Mitte des Werks neu angeordnet werden; die Instrumentalgruppen rufen einander zu, stellen sich gegen ihre Kollegen oder verbünden sich mit ihnen, bis sie schließlich ihre jeweilige Identität aufgeben, um gemeinsam in den letzten, sehr leisen Choral einzustimmen, der dem Andenken der Mutter des Komponisten gewidmet ist.

Andrew Clements

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Uraufführung

Ort:
London
Datum:
02.06.1971
Orchester:
BBC Symphony Orchestra
Dirigent:
Pierre Boulez

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