Vykintas Baltakas: Cantio

Vykintas Baltakas Cantio
Cantio

Vykintas Baltakas: Cantio

Kompositionsjahr:
2001-2004
Untertitel:
Musiktheater nach einem Text von Sharon Joyce (2004)
Instrumentierung:
für Sprecher, Sopran, Tenor, Bassbariton, Ensemble und Elektronik
Komponist:
Vykintas Baltakas
Original-Sprache:
Altgriechisch
Übersetzer:
Erika Ria Otto (28.01.2013)
Librettist:
Sharon Lynn Joyce (23.10.2003)
Rollen:
Sprecher
Solisten:
Sopran; Tenor; Bassbariton
Instrumentierung:
1 0 1 0 - 1 1 1 1 - Schl(2), Akk, Klav, Asax(Es), Vl, Va, Vc, Kb, Elektronik
Instrumentierungsdetails:
kleine Flöte
Klarinette in in Es (+Bkl)
Altsaxophon in Es (+Ssax(B))
Horn in F
Trompete in B
Posaune
Tuba
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
Akkordeon
Klavier
Violine
Viola
Violoncello
Kontrabass
Elektronik
Commission:
ein Auftragswerk der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale 2004
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Hörbeispiele

Cantio
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Werkeinführung

Cantio beim Ultraschall Festival 2013 in Berlin:

Die Idee des Werkes ist es, dass die sprachliche Rhetorik alle Ausdrucksbereiche des Stückes – seine Dramaturgie, Musik und Inszenierung – bestimmt. Musik entsteht aus der Sprache und dem Szenenklang. Das Bühnengeschehen reagiert wiederum auf die Musik.

Eine bestimmte Form von Cantio wurde in Griechenland aufgeführt: man sollte die Götter überreden, in der Stadt zu bleiben, wenn man glaubte, dass sie schon bereit sind sie zu verlassen. Es sind nur Fragmente davon geblieben.

Aber auch unsere perzeptiven Möglichkeiten, so eine entfernte Epoche nachzuvollziehen, sich damit zu identifizieren sind auch höchstens nur fragmentarisch.

Man versucht, diese Fragmente zu vervollständigen und – ohne historisch zu werden – mit Fantasie wieder zum Leben, zum Sprechen zu bringen: vielleicht zumindest während eines kleinen Augenblicks gehört zu werden.

Vykintas Baltakas

Uraufführung

Ort:
München
Datum:
18.05.2004
Orchester:
Münchener Kammerorchester
Dirigent:
Christoph Poppen

Pressestimmen

Baltakas ist eine enorme Begabung; er weiß genau, was er will, was er musikalisch verantworten kann. Und er beugt sich keiner Konvention. Musiktheater als Wirbeltreiben mit kongenialer Regie von Oskaras Korsunovas. (Reinhard Schulz, NMZ)

Cantio wurde zu einer der reizvollsten Séancen der Biennalegeschichte. (Hans Klaus Jungheinrich, Frankfurter Rundschau)

Als Beitrag zur aktuellen Diskussion über die zukünftige Operngestalt besitzt Cantio allemal seine Qualitäten. (Gerhard Rohde, FAZ)

Hier ist ein Komponist am Werk, der es versteht, subtil zu hören, und der das Vertraute aufregend ins Fremde umbiegt. (Reinhard Schulz, Süddeutsche Zeitung)

Video

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