Wolfgang Rihm: Brentano-Phantasie

Wolfgang Rihm Brentano-Phantasie
Brentano-Phantasie

Wolfgang Rihm: Brentano-Phantasie

Kompositionsjahr:
2002
Untertitel:
7 Gedichte
Instrumentierung:
für Sopran oder Tenor und Klavier
Komponist:
Wolfgang Rihm
Textdichter:
Clemens Brentano de la Roche
Dauer:
30’
Widmung:
geschrieben für Christine Schäfer und Irwin Gage
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Werkeinführung

Clemens Brentano gab seinen Gedichten meist keine Titel, keine ausgestellten, abgrenzenden Namen. Gelöst scheinen sie tieferliegenden Zusammenhängen zu entstammen, auf einer Grundschwankung, nur in Ansätzen ortbar, zu treiben. Die Bild- und Wortfindungen können augenblicklich neue Verbindungen eingehen. Musikalische Chemie. Die Bewegung der Phantasie, von diesem Dichter als Figur verdichtet, ist das Bewegungspotential, das Motiv meiner Komposition Brentano-Phantasie.

Die durchweg melodisch geformte Deklamation der dichterischen Wortkonstellationen geschieht auf einer unablässig changierenden Harmonik-Grundierung. Diese kann, wie die poetischen Felder um Begriffe und Bilder, als Ladung und Klima aufgefasst werden; nur momentan greifbar, im Ganzen: Schwebend schattenhafter Schein.

Das Lied singt (sehr leise, sehr gebunden) vom Lied und ist eben dessen Versuch. "Melodisch deklamiert?" – ja, ein Widerspruch, ein Gratwandern auf der Wasseroberfläche! Aber was wäre Melos sonst?

Wolfgang Rihm

Aus unserem Onlineshop

Uraufführung

Ort:
Frankfurt am Main
Datum:
16.01.2004

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