Wolfgang Rihm: Form / 2 Formen

Wolfgang Rihm Form / 2 Formen
Form / 2 Formen

Wolfgang Rihm: Form / 2 Formen

Kompositionsjahr:
1993-1994
Version:
2. Zustand
Instrumentierung:
für 20 Instrumentalisten in 4 Gruppen à 5 Spieler
Komponist:
Wolfgang Rihm
Chor:
)
Instrumentierung:
2 0 2 0 - 2 3 3 2 - Schl(5), Kb(1)
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte (+Picc)
2. Flöte (+Picc)
1. Bassklarinette in B
2. Bassklarinette in B
1. Horn in F
2. Horn in F
1. Trompete in D
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Basstuba
Kontrabasstuba
1. Schlagzeug: 4 Röhrenglocken, 3 hängende Becken, Becken a 2, kleine Trommel
2. Schlagzeug: 4 Röhrenglocken, großes Tamtam, Becken a 2, 3 Bongos
3. Schlagzeug: 4 Röhrenglocken, 2 hängende Becken, Becken a 2
4. Schlagzeug: Vib, Buckelgong, Becken a 2, 3 Tom-Toms
5. Schlagzeug: 1 Satz Röhrenglocken, 3 hängende Becken, Becken a 2, große Trommel
Kontrabass
Anmerkungen:
1. Zustand (UA: 24.04.1994, Witten. Asko Ensemble, Jonathan Nott) wurde zurückgezogen.
Dauer:
9’
Widmung:
dem Asko-Ensemble
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Hörbeispiele

Form / 2 Formen
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Wolfgang Rihm knüpft in diesem Werk an die Besetzung von Edgard Varèses Déserts an. Mit kleinen, aber markanten Modifikationen: auf der Suche nach neuer instrumentaler Gewichtung verändert er die Aufstellung des Ensembles, verzichtet zudem auf Klavier und Tonbandzuspielung, setzt statt dessen einen fünfsaitigen Kontrabaß ein und reduziert das Schlagwerk auf größtenteils metallisch klingende Instrumente.

Hatte Morton Feldman die Musik von Varèse einmal als "fließende Skulptur" beschrieben, so ließe sich dieses treffende Bild ohne weiteres auch zur Charakterisierung der körperlichen Klanglichkeit von Form/Zwei Formen heranziehen. Rihm arbeitet mit extremen dynamischen und rhythmischen Wechseln, mit farbenreichen, vielfältig sich überlagernden Klangschichten und scharf akzentuierten, immer wieder eruptiv hervorbrechenden Blechbläserpassagen. Wenige Takte vor Schluß erfolgt ein abrupter Stimmungswechsel; der aufgewühlt-zerissene Gestus weicht einem zurückhaltendem Diskurs - in den tiefsten Registern von Kontrabaß, Pauke und großer Trommel. Das Werk, das sich so unmittelbar und stellenweise heftig entfaltet, verklingt am Ende im Pianissimo.

Andrea Zietzschmann

Uraufführung

Ort:
Darmstadt
Datum:
14.07.1996
Orchester:
Orchester des Staatstheaters Darmstadt
Dirigent:
Mark Albrecht

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