Wolfgang Rihm: Im Anfang

Wolfgang Rihm Im Anfang
Im Anfang

Wolfgang Rihm: Im Anfang

Kompositionsjahr:
1998/2000
Instrumentierung:
für Orchester
Komponist:
Wolfgang Rihm
Instrumentierung:
3 3 3 3 - 4 3 3 0 - Pk, Schl(3), Hf, Str(14 12 10 8 6)
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte
1. Oboe
2. Oboe
3. Oboe
1. Klarinette in A
2. Klarinette in A
3. Klarinette in A
1. Fagott
2. Fagott
3. Fagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Pauken
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
3. Schlagzeug
Harfe
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Commission:
Kompositionsautrag der Philharmonischen Gesellschaft, Bremen
Dauer:
18’
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Hörbeispiele

Im Anfang
00:00

Werkeinführung

Das am 4. Februar 2000 beendete Orchesterwerk Im Anfang entstand als Auftragswerk der Philharmonischen Gesellschaft Bremen und wurde am 13. März 2000 in Bremen vom Philharmonischen Staatsorchester Bremen unter der Leitung von GMD Günter Neuhold uraufgeführt. Die Besetzung übersteigt nicht den „gewöhnlichen" orchestralen Apparat; Wolfgang Rihm schlug dabei zwei Möglichkeiten einer Aufführung vor, bei denen jeweils das Moment des „Räumlichen“ einbezogen wird: in der Version „A“ werden die Schlagzeuger, in der Version „B“ die beiden jeweils aus drei Spielern bestehenden Bläsergruppen (Flöten - Oboen - Trompeten bzw. Klarinetten - Fagotte - Posaunen) hinten im Saal postiert. Die unterschiedlichen Vorschläge wurden in Bremen bei den Konzerten am 13. bzw. 14. März 2000 realisiert.

Im Anfang - das ist ein Werk von überwiegend extrem leisen Klängen, wie tatsächlich ein „Anfang“, der Beginn einer schöpferischen Phase. Die lang anhaltenden Tremolo-Effekte und das erste Hornmotiv suggerieren einen quasi „leeren Raum“, einen „Urzustand“ von beinahe Brucknerschen Klängen. Kurze melodische Floskeln (z. B. ein Motiv der Violinen, das später in variierter Gestalt in den Hörnern erklingen wird) beschreiben einen „Klangzustand“, der die Dynamik der orchestralen Klangpalette zwischen vierfachem Piano und „normalem“ (in diesem Bereich dann fast „lautem“) Piano erst nach einer allmählichen Steigerung, und auch dann lediglich für einen kurzen, recht späten Ausbruch verlässt. Der nach diesem „Ausbruch“ sich auch motivisch verdichtende Orchesterklang mündet in die beinahe zaghaften Klänge der Harfe - der alte Spruch „Wie es war im Anfang“ wird hier quasi wie eine Frage gestellt.

Dr. Eva Pinter

Uraufführung

Ort:
Bremen
Datum:
13.03.2000
Orchester:
Philharmonisches Staatsorchester Bremen
Dirigent:
Günter Neuhold

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