Wolfgang Rihm: IN-SCHRIFT

Wolfgang Rihm IN-SCHRIFT
IN-SCHRIFT

Wolfgang Rihm: IN-SCHRIFT

Kompositionsjahr:
1995
Instrumentierung:
für Orchester
Komponist:
Wolfgang Rihm
Instrumentierung:
3 0 3 1 - 4 3 6 1 - Pk, Schl(5), Hf, Vc(7), Kb(7)
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte
1. Klarinette in A
2. Klarinette in A
Bassklarinette in B
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
4. Posaune
1. Kontrabassposaune
2. Kontrabassposaune
Kontrabasstuba
Schlagzeug (5 Spieler): 5 sehr hohe Woodblocks, 5 sehr hohe Bongos, 4 Buckelgongs, 4 Plattenglocken, 10 Röhrenglocken, große Trommel, großes Tamtam
Pauken
Harfe
1. Violoncello
2. Violoncello
3. Violoncello
4. Violoncello
5. Violoncello
6. Violoncello
7. Violoncello
1. Kontrabass
2. Kontrabass
3. Kontrabass
4. Kontrabass
5. Kontrabass
6. Kontrabass
7. Kontrabass
Dauer:
20’
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Hörbeispiele

IN-SCHRIFT
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Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Alle Räumlichkeit sollte in die Musik einbeschrieben sein. Den Nachhall versuchte ich durch eine konsistente Harmonik zu überlisten: die Stimmen bewegen sich meist in einem fest umrissenen Akkordrahmen, so daß auch schnelle Musik möglich wurde ohne Verwischung.

Die Grundidee ist lapidar: die einer INSCHRIFT. Dieses geschieht musikalisch IN SCHRIFT, die Klangzeichen wie Schriftzeichen; in den Klang eingeschriebene, spruchartige Linien. Die Besetzung ist abgedunkelt, gelangt darin zur Schärfe.

Wolfgang Rihm

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Sonderausgaben

IN-SCHRIFT

Wolfgang Rihm: IN-SCHRIFT

Partitur
für Orchester , 20’
Besetzung: 3 0 3 1 - 4 3 6 1 - Pk, Schl(5), Hf, Vc(7), Kb(7)

IN-SCHRIFT

Wolfgang Rihm: IN-SCHRIFT

Studienpartitur
für Orchester , 20’
Besetzung: 3 0 3 1 - 4 3 6 1 - Pk, Schl(5), Hf, Vc(7), Kb(7)

Uraufführung

Ort:
Venedig
Datum:
07.07.1995
Orchester:
Württembergisches Staatsorchester
Dirigent:
Gabriele Ferro

Pressestimmen

„....Das Konzert in San Marco mit dem Stuttgarter Staatsorchester unter Gabriele Ferro bot daneben auch eine Uraufführung, Wolfgang Rihms Orchesterstück In-Schrift. Geschrieben für die venezianische Basilika, versucht das Werk dem akustischen Reichtum des verwirrend vielgestaltigen Raums aus Gewölben und Kuppeln gerecht zu werden. Doch wird musikalische Erhabenheit dabei im Klang nicht bloß behauptet, sondern sie ist im Instrumentarium konkret vermessen worden. Dabei verzichtet Rihm klug auf jede akustische Spekulation mit der historischen „Mehrchörigkeit" (die schließlich in dieser Kirche von den Gabrielis, als Renaissance-Erfindung, realisiert wurde.)

Rihm ortet seine Musik anders, sozusagen von unten: Choralartiges Melos oder Choralfetzen ertönen aus dem Blech, in dem allein sechs Posaunen eindeutig in die Richtung Jericho blasen; es fehlen die hohen Streicher und lassen den tiefen, dunklen alle Entfallung; ein Glocken- und Schlagzeugszenario öffnet sich, wie es sich suggestiver kaum vorstellen läßt. Dazwischen ein unverhörtes Solo auf der Tuba, hysterisch flatternde Holzbläser, dann geht es ab in die Weiten einer Abgesangszone aus versprengten Reminiszenzen. Wahrlich, Melodie und Chaos, Abschnitte des Leisen, Verstummenden daneben immer wieder Einbrüche des Nervösen, Panischen, sie machen aus Rihms zwanzig Minuten dauerndem, in dramatisch aufgewühlten Fluß gebrachtem Orchesterstück ein Poeme von lyrischer und zugleich wilder Schönheit, von abgründiger Tiefe. Eine wichtige Arbeit des Komponisten, der nach Venedig angereist kam..."

Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung, 4. 8. 1995

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