Wolfgang Rihm: Penthesilea Monolog

Wolfgang Rihm Penthesilea Monolog
Penthesilea Monolog

Wolfgang Rihm: Penthesilea Monolog

Kompositionsjahr:
2005
Instrumentierung:
für dramatischen Sopran und Orchester
Komponist:
Wolfgang Rihm
Textdichter:
Heinrich von Kleist
Klavierauszug:
Gerald Resch
Solisten:
Sopran
Instrumentierung:
3 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(3), Hf, Klav, Str
Instrumentierungsdetails:
1. Flöte
2. Flöte
3. Flöte (+Picc)
1. Oboe
2. Oboe
Englischhorn
1. Klarinette in A
2. Klarinette in A
Bassklarinette in B
1. Fagott
2. Fagott
Kontrafagott
1. Horn in F
2. Horn in F
3. Horn in F
4. Horn in F
1. Trompete in C
2. Trompete in C
3. Trompete in C
1. Posaune
2. Posaune
3. Posaune
Basstuba
Pauken
1. Schlagzeug
2. Schlagzeug
3. Schlagzeug
Harfe
Klavier
Violine I
Violine II
Viola
Violoncello
Kontrabass
Commission:
Auftragswerk von pèlerinages Kunstfest Weimar
Dauer:
20’
Widmung:
geschrieben für Gabriele Schnaut
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Hörbeispiele

Penthesilea Monolog
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Aus dem Schlussstück von Kleists Penthesilea habe ich diesen Monolog gezogen.

Penthesilea und Achilles sind Liebestote, Tote (wegen) der Liebe. Ihre Tode sind Liebestode. Penthesilea zerreißt und isst Achilles (zumindest Teile von ihm) und tötet, erkennend, sich selbst. Kleist sprengte das in Sprache ein. Erstaunlich oft zitiert er christlich klingende Sprachbilder im heidnischen Kontext. So wird Penthesilea für Augenblicke sichtbar als schmerzdurchbohrte Pietà.

Was kann ich da musikalisch überhaupt erreichen? Kleists Sprache 'gerecht' werden kann niemand. Das in dieser Sprache mitgeteilte factum brutum entzieht sich jeglicher 'Behandlung' außerhalb dieser Sprache. Was also ist möglich, mit Tönen?

Nichts. Aber ein Versuch. Nur das ist möglich. Die viele Schichten austragende und aufreißende Frauenfigur Penthesilea in ihrer verschlingenden und selbstverzehrenden Weiblichkeit als Kraft eigener Gesetzlichkeit vernehmbar werden zu lassen – das wäre das Einzige, dem ich mich als einer 'Aufgabe' stellen könnte. Ich hab’s versucht.

Wolfgang Rihm

Uraufführung

Ort:
Weimar
Datum:
20.08.2005
Orchester:
MDR Sinfonieorchester
Dirigent:
Dennis Russell Davies

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