Wolfgang Rihm: Sotto voce

Wolfgang Rihm Sotto voce
Sotto voce

Wolfgang Rihm: Sotto voce

Kompositionsjahr:
1999
Untertitel:
Notturno
Instrumentierung:
für Klavier und kleines Orchester
Komponist:
Wolfgang Rihm
Solisten:
Klavier
Instrumentierung:
2 2 1 1 - 2 0 0 0 - Pk, Hf, Str(max. 10 8 6 6 4)
Instrumentierungsdetails:
kleine Flöte
Flöte
Oboe
Englischhorn
Klarinette in A
Fagott
1. Horn in F
2. Horn in F
Pauken
Harfe
Str(max. 10 8 6 6 4)
Commission:
Berliner Philharmonisches Orchester und das Chicago Symphony Orchestra
Dauer:
14’
Widmung:
dem spielenden und dirigierenden Daniel Barenboim gewidmet
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Hörbeispiele

Sotto voce
00:00

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Werkeinführung

Als mich Daniel Barenboim einlud, ein Stück in eines seiner Mozart-Programme hineinzuerfinden, wollte ich die Erfahrung, Daniel Barenboim als Interpreten zu haben, unbedingt auch auf sein wunderbares Pianissimo-Spiel am Klavier ausweiten. Wie oft hatte ich ihn schon gehört, und immer waren es die unvergleichlich instrumentierten Pianissimi, die mich nicht loslassen wollten. Ich schrieb also ein kleines nächtliches Konzert, in dem ich diese Piano-Erfahrung mit dem Nachdenken über die mögliche oder unmögliche Erfindung von Kunstschönheit heute auflud.

Alles sollte so natürlich wie möglich aus sich selbst hervorgehen. Nichts mehr und nichts weniger. Gut, das versuche ich sonst, in anderen Stücken, auch. Aber hier bekam es zusehends etwas Ungeschütztes - zumindest empfand ich das so beim Schreiben, etwas ganz Offenes, auch: etwas Offensichtliches; aber darin schien es wieder abgründig zu geraten. Vielleicht war ich Mozart auf der Spur? Oder spielte Busonis linke Hand in Zürich und die rechte in Berlin? Oder - ? In jedem Falle sprach ich mit gedämpfter Stimme. Sozusagen hinter vorgehaltener Hand. Sotto voce. Hatte ich Angst? Durfte ich nicht dabei 'erwischt' werden? Wobei? Kunst hat es in sich, und wer sich einmal mit ihr eingelassen hat, den läßt sie nicht in Ruhe bei seinen Siebensachen. Oft scheint es so einfach zu sein: Zu bestimmen wo das Neue sei. Einfach deshalb, weil es die penible Beschriftung seiner Bestandteile als 'neu' vorweist. Was aber, wenn die Mittel zwar selbst verständlich scheinen, das Gesagte aber fremd und schräg? Dann klirren die Fahnen. Soweit steht jeder Versuch 'im Winde'. Auch wenn es nicht tost. Doch still, da fängt man an...

Wolfgang Rihm

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Uraufführung

Ort:
Berlin
Datum:
22.05.1999
Orchester:
Berliner Philharmonisches Orchester
Dirigent:
Daniel Barenboim

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