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Arvo Pärt

Summa

für Saxophonquartett

„Ich habe ein hochformalisiertes Kompositionssystem entwickelt, in dem ich seit zwanzig Jahren meine Musik schreibe. In dieser Reihe ist Summa das strengstgebaute und verschlüsseltste Werk“, sagte Arvo Pärt im Jahre 1994. Schon der Titel ist eine Verschlüsselung des Inhalts – dem Werk liegt der Text des Glaubensbekenntnisses in lateinischer Sprache zugrunde. Die Komplexität verbirgt sich in diesem Stück hinter größter Einfachheit. Die zugrundeliegenden Regeln bewirken, dass auf der Oberfläche ein Kreislauf ständiger Veränderung entsteht, wohingegen die Tiefenstruktur in sich ruhende Ordnungen besitzt. Seine Komposition Summa realisierte Pärt selbst bereits in mehreren Besetzungen – ursprünglich für Chor geschrieben, dann arrangiert für verschiedene Besetzungen.

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Die dreiaktige Oper La Rondine (Die Schwalbe) war ursprünglich eine Auftragsoper für das Carl-Theater in Wien, wurde aber aufgrund des Ausbruchs des 1. Weltkrieges erst 1917 in Monte Carlo uraufgeführt. Das Libretto stammt von Giuseppe Adami nach der deutschen Vorlage Die Schwalbe von Alfred Maria Willner und Heinz Reichert. Puccini unternahm einige Überarbeitungen des Werks, die vor allem den Schluss des zweiten Akts betrafen, so dass nunmehr drei Fassungen zu unterscheiden sind: In der ersten, ursprünglichen Fassung (1917) verlässt Magda Ruggero, weil sie überzeigt ist, dass ihre dubiose Vergangenheit eine Ehe mit ihm nicht zulässt; Die zweite Fassung (1920) macht ihren Wunsch, in die Demimonde zurückzukehren, zum entscheidenden Auslöser. In der dritten Fassung (1921) erfährt Ruggero durch einen anonymen Brief von Magdas Vergangenheit und verlässt sie. Trotz dieser inhaltlichen Unterschiede hat die Musik kaum Änderungen erfahren. Die Handlung spielt im Paris des zweiten Kaiserreichs. Im Haus ihres vermögenden Gönners Rambaldo unterhält sich Magda mit ihren Freunden über die Liebe. Ihr wird prophezeit, dass sie einst wie eine Schwalbe übers Meer der Liebe entgegen fliegen wird. Da trifft Ruggero, ein junger Mann aus der Provinz, zum ersten Mal in Paris ein. Magdas Freunde empfehlen ihm, sich abends in einem Tanzlokal zu vergnügen. Obwohl seine konventionellen Vorstellungen von ewiger Liebe Magda irritieren, verliebt sie sich in ihn. Sie trennt sich von ihrem Gönner, um fortan mit Ruggero an der Riviera zu leben. Kaum hat Ruggero allerdings das Einverständnis seiner Eltern zur Heirat mit Magda eingeholt, klärt sie ihn über ihren einstigen Lebenswandel auf und verlässt Ruggero. Die erste Fassung entspricht der ersten Edition von 1917 und war die einzige Edition, die vor 1994 erhältlich war.

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Das Songspiel ist das erste der beiden Mahagonny-Werke von Kurt Weill – danach folgte die dreiaktige Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Dieses erste Werk wurde von den Organisatoren des Deutschen Kammermusikfestivals, das sich moderner deutscher Kammermusik widmet, in Auftrag gegeben. Zu diesen Organisatioren zählte auch Hindemith, der Weill um ein Stück bat, das in ein Programm aus kurzen Opern für Kammerensemble passte. Weill dachte zuerst daran, eine Szene aus König Lear oder Antigone zu verwenden. Da er und Brecht aber zu diesem Zeitpunkt bereits die Mahagonny-Oper planten, entschied er sich für das Songspiel als „Einzelstudie“. Um mehr Kontinuität zu erreichen, wurde die Reihenfolge der Mahagonny-Gesänge geändert. Außerdem fügte man ein kurzes Nachspiel hinzu, aber keine verbindenden Dialoge, wie Experten einmal fälschlicherweise bemerkt hatten. Danach wurde gemeinsam mit Caspar Neher, der eine Reihe von Projektionen entwarf, eine simple Inszenierung ausgearbeitet. Die Anzahl der Sänger richtete sich nach der Verfügbarkeit für das Baden-Baden-Programm, und die Zuteilung des Texts an die verschiedenen Sänger basierte auf rein musikalischen Überlegungen. Erst nachdem Weill die gesamte Partitur fertig gestellt hatte, wurden den sechs Singstimmen die Namen ihrer jeweiligen Charaktere zugeordnet. Doch selbst dann ließen sich weder aus den Texten noch aus der Produktion individuelle Charakterisierungen ableiten. Es ist bezeichnend, dass in den für die Proben erarbeiteten Partituren angegeben wurde, dass die Sänger eine formelle Abendgarderobe tragen sollten. Auch wenn diese Anweisung möglicherweise ironische Züge hatte, entsprach sie dabei doch genau den an Stravinsky erinnernden Stilisierungen der Musik. David Drew

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