19.12.17

Das Buch mit 7 Siegeln in Kopenhagen

Reading time: 2 min. Franz Schmidt


Wenn es meiner Vertonung gelingt, diese beispiellose Dichtung, deren Aktualität jetzt, nach achtzehneinhalbhundert Jahren, so groß ist wie am ersten Tage, dem Hörer von heute innerlich nahe zu bringen, dann wird dies mein schönster Lohn sein.
(Franz Schmidt über Das Buch mit 7 Siegeln)

 

Das Oratorium Das Buch mit 7 Siegeln ist Franz Schmidts letztes vollendetes Werk. Es trägt den Untertitel Aus der Offenbarung des Johannes, der Evangelist (gesungen von einem Heldentenor) spielt die Hauptrolle im fast zweistündigen Werk, das für vier weitere Solisten, großen Chor, Orgel und Orchester besetzt ist. In seinem Vorwort bezeichnet der Komponist sein Werk als ein Oratorium über die „fundamentale Antithese” von Gut und Böse. Musikalisch werden sie als Wohlklang und Dissonanz gegenüber gestellt: nach dem Untergang der Welt besteht die Aussicht auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.

 

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Das anspielungsreiche, bildgewaltige und kraftvolle Oratorium wurde im Juli 1938 in Wien uraufgeführt und stellte, kurz vor Ausbruch des Krieges, einen Mahnruf voll Schrecken und Hoffnung dar.

Aus heutiger Sicht spiegelt das zeitlose Meisterwerk die Vielfalt musikalischer Handschriften der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider. Das Buch mit 7 Siegeln hat sich in der ganzen Welt durchgesetzt, am 21. Dezember wird es am Konzerthaus Kopenhagen aufgeführt. Fabio Luisi dirigiert das Danish National SO, Herbert Lippert singt den Johannes.

 

Franz Schmidt ist für mich einer der wichtigsten Symphoniker des 20. Jahrhunderts. (Fabio Luisi)

 

Fabio Luisi über Franz Schmidt:

 

Lesen Sie die Partitur:

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Das Buch mit 7 Siegeln

 

 

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