20.10.17

Der Ferne Klang in Lübeck

Reading time: 2 min. Franz Schreker

Bei Franz Schreker beruht das musikalisch Neue nicht so sehr auf der Fortsetzung einer natürlichen Entwicklung der Kunstmittel, es ist vielmehr Ausdruck von Sphären des menschlichen Empfindungslebens, die so noch nie belauscht worden sind. Er ist kein absoluter Musiker, sondern einer, dem Musik wie Bühne Mittel der Darstellung allgemein menschlicher Probleme bedeuten. Wenn sein Werk trotzdem als reine Kunst wirkt, so zeugt dies von seiner Gestaltungskraft als Dramatiker. Diese farbigen Bilder und Klänge sind eben von der Bühne inspiriert. (Erwin Stein über Franz Schreker)

Schreker war mit Sicherheit einer der Letzten dieser Generation. Nach dem Krieg entwickelte sich eine neue Ästhetik. Hinzu kommt sein persönliches Schicksal als „Entarteter“, als jemand, der in Berlin 1933 aus seinen Ämtern verjagt wurde, versucht hat zu emigrieren und dann 1934 gestorben ist. Er wurde wie viele andere einfach vergessen – ausgeblendet. Da haben die Nazis ganze Arbeit geleistet. (Ingo Metzmacher über Franz Schreker)

 

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Jochen Biganzolis Neuinszenierung von Franz Schrekers Der Ferne Klang feiert am 21. Oktober am Theater Lübeck Premiere. Andreas Wolf dirigiert das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck, mit Cornelia Ptassek als Grete und Zoltán Nyári als Fritz.

Lesen Sie unseren Artikel über Schreker von Christopher Hailey: Einen fernen Klang entdecken.

Lesen Sie die Partitur von Der Ferne Klang:

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Lesen Sie die Studienpartitur

 

 

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