05.08.19

Die Nase in Hamburg

Reading time: 2 min. Schostakowitsch Die Nase Hamburg

Am 7. September 2019 findet die Premiere von Dmitri Schostakowitschs Die Nase in der Staatsoper Hamburg statt, insgesamt stehen sechs Vorstellungen auf dem Programm. Bei Inszenierungen von Schostakowitsch' Die Nase weiß man nie genau, was auf einen zukommt – er bezeichnete die Oper zur Zeit der Entstehung als eine schreckliche Geschichte, keine komische. Dennoch bietet die außergewöhnliche Handlung viel Spielraum für Interpretationsmöglichkeiten, so wie es letztes Jahr in Berlin zu sehen war.

Der Barbier Jakowlewitsch findet eines Morgens in seinem Frühstücksbrot eine Nase. Zeitgleich erwacht der Beamte Kowaljow, sieht in den Spiegel – seine Nase ist weg. Der Barbier versucht die Nase verschwinden zu lassen, Kowaljow versucht, sie zu finden und begegnet ihr leibhaftig in der Kathedrale. Sie trägt Uniform, will mit ihrem Besitzer nichts zu tun haben und verschwindet. Kowaljow irrt durch die Stadt und wähnt sich in einem bösen Traum. Oder ist er Opfer einer Verschwörung? Der „Mechanismus des spießbürgerlichen Klatsches“ rattert jedenfalls auf Hochtouren, und bald zerreißt sich die Stadt das Maul über den Vorfall. Als die Oper entstand, war Schostakowitsch gerade mal 22 Jahre alt. Er liebte Trickfilme, arbeitete als Pianist im Kino, war von Alban Bergs Wozzeck tief beeindruckt und wandte die sprunghafte Schnitttechnik des Films auf die Oper an.

Inszenierung: Karin Beier
Bühnenbild: Stéphane Laimé
Kostüme: Eva Dessecker
Choreografie: Altea Garrido
Dramaturgie: Christian Tschirner
Video: Meika Dresenkamp
Licht: Hartmut Litzinger

 

Lesen Sie die Partitur:

die-nase-score
Die Nase

 

 

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