02.10.17

Wozzeck in Wien

Reading time: 1 min. Alban Berg Eberhard Kloke

Es ist mir nicht im Schlaf eingefallen, mit der Komposition des Wozzeck die Kunstform der Oper reformieren zu wollen. Ebensowenig wie dies Absicht war, als ich sie zu komponieren begann, ebensowenig habe ich je das, was dann entstanden war, für etwas gehalten, was für ein weiteres Opernschaffen – sei es das eigene oder daß anderer Komponisten – vorbildlich sein sollte, und auch nicht angenommen oder gar erwartet, daß der Wozzeck in diesem Sinne „Schule machen” könnte. (Alban Berg, Musikblätter des Anbruch, Januar 1930)

Alban Bergs Wozzeck in Eberhard Klokes Fassung für kleines Orchester benötigt nur 38 Musiker. Dennoch hält sich Kloke streng an die Partitur, der Bläsersatz wurde zusammengezogen, die Füllinstrumente entfernt sowie die Divisi-Teile der Streicher neu überdacht. Klokes Bearbeitung erlaubt, neben variableren Raumsituationen und der Befreiung vom Orchestergraben, gleichfalls radikalere Szenenwechsel, die der offenen Büchner’schen Anlage, ihrem fragmentarischen Charakter, eher entsprechen.

Das Theater an der Wien zeigt ab 15. Oktober eine Neuinszenierung von Alban Bergs Oper Wozzeck in der reduzierten Fassung von Eberhard Kloke, Robert Carsen führt Regie.

Carsens Neuinszenierung wird sechs Mal zwischen 15. und 27. Oktober unter Leo Hussain aufgeführt,  Florian Boesch ist in der Titelrolle zu sehen.

Wir haben die Partitur für Sie vorbereitet:

wozzeck-score
Hier zur Ansichtspartitur

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