Franz Schubert: Erlkönig

(Bearbeiter: Max Reger)

  • in g-Moll
  • für mittlere Stimme und Orchester
  • 1 1 2 1 - 2 0 0 0 - Pk, Str
  • Dauer: 4’
  • Solisten:
    mittlere Stimme
  • Instrumentierungsdetails:
    Flöte
    Oboe
    1. Klarinette in B
    2. Klarinette in B
    Fagott
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    Pauken
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
    Kontrabass
  • Komponist: Franz Schubert
  • Bearbeiter: Max Reger
  • Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe

Werkeinführung

Georg Friedrich Haas schrieb über den Erlkönig:

„Goethes Erlkönig ist einer der schrecklichsten Texte der Weltliteratur.

Ein grausiges Ereignis – der Tod eines Kindes – wird in einer Sprache dargestellt, die das Leiden des sterbenden Knaben völlig ausspart.  Den breitesten Raum erhalten die Emotionen des Erlkönigs – jener Gestalt, die den Tod des Knaben bewirkt. […] Die Qual des Sterbenden ist Goethe kein Wort wert, wohl aber das Grausen des Vaters, der das ächzende Kind in den Armen hält.

Das Geschehen wird in einer eiskalten Technik der Objektivierung erzählt.

Schuberts Vertonung verändert diese Erzählposition grundsätzlich. Er besingt das Geschehen aus der Perspektive des leidenden Kindes. Er setzt die von Goethe ausgesparten Emotionen des Knaben in Musik: die Aufschreie, die Angst, die Verzweiflung, den Schmerz.“

Gegen Ende seines kurzen Lebens nahm sich Max Reger eine Reihe von Orchesterbearbeitungen Schubertscher Lieder vor. Der Orchestersatz bezeugt die Meisterschaft des deutschen Komponisten: die instrumentalen Stimmen bleiben im Hintergrund, nur bei den dramatischen Ausbrüchen drängen sie in den Vordergrund. An solchen Stellen meint der Zuhörer, Szenen aus musikdramatischen Werken zu vernehmen.

Mit seinen Bearbeitungen hat Reger das Repertoire von Orchesterliedern um eine Reihe von wichtigen Kompositionen bereichert.

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

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