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Karlheinz Stockhausen: Klavierstück 10

  • für Klavier
  • Dauer: 23’
  • Instrumentierungsdetails:
    Klavier
  • Komponist: Karlheinz Stockhausen
  • Inhaltsverzeichnis:
    Klavierstück X
  • Widmung: Aloys Kontarsky gewidmet
  • Commission: Kompositionsauftrag von Radio Bremen

Werkeinführung

Im Klavierstück 10 habe ich den Versuch gemacht, zwischen relativer Unordnung und Ordnung zu vermitteln. Mit Hilfe einer Skala von Unordnungs-Ordnungsbeziehungen habe ich Strukturen in Reihen unterschiedlicher Ordnungsgrade komponiert. Höhere Ordnungsgrade zeichnen sich durch größere Eindeutigkeit (Mangel an Zufälligkeit) aus, geringere Ordnungsgrade durch größere Wahrscheinlichkeit und Ausgeglichenheit der Unterschiede (zunehmende Vertauschbarkeit, abnehmende Durchhörbarkeit). Größere Ordnung ist mit geringerer Dichte und stärkerer Vereinzelung der Ereignisse verbunden. Im Verlauf des Stückes werden Extreme erreicht: Strukturen kristallisieren sich zu einmaligen individuellen Gestalten (Grad höchster Ordnung), oder Strukturen nivellieren sich zu massenhaften Komplexen. Im Verlauf des Vermittlungsprozesses zwischen Unordnung und Ordnung werden aus einem einheitlichen Anfangszustand großer Unordnung (Ausgeglichenheit) zunehmend mehr und konzentriertere Gestalten entfaltet. Der wachsenden Unausgeglichenheit bin ich dadurch begegnet, dass ich die Vereinzelung der Gestalten immer mehr aufhob und die im Verlauf des Stückes ausgebildeten persönlichsten Gestalten am Schluss zu einer höheren, übergeordneten Gestalt vereinigt habe.

Die Klavierstücke 510 habe ich David Tudor gewidmet.

Karlheinz Stockhausen

Text für Radio Bremen, 1961

Hörbeispiele

Uraufführung

Ort:
Palermo (IT)
Datum:
10.10.1962
Hauptsolisten:
Frederic Rzewski

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