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Leoš Janáček: Das schlaue Füchslein

  • Oper in 3 Akten (1922-1923)
  • 4 3 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl(2), Hf, Cel, Str
  • Dauer: 110’
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Flöte
    2. Flöte
    3. Flöte (+Picc)
    4. Flöte (+Picc)
    1. Oboe
    2. Oboe
    Englischhorn
    1. Klarinette in B
    2. Klarinette in B
    Bassklarinette in B
    1. Fagott
    2. Fagott
    3. Fagott (+Kfg)
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    1. Trompete in F
    2. Trompete in F
    3. Trompete in F
    1. Posaune
    2. Posaune
    3. Posaune
    Tuba
    Pauken
    Schlagzeug (2 Spieler: Xylophon, Glockenspiel, Glocken, Triangel, Piatti, Tamburo piccolo, Tamburo grande, Gran Cassa)
    Harfe
    Celesta
    Violine I (18)
    Violine II (16)
    Viola (14)
    Violoncello (12)
    Kontrabass (10)
  • Chor: gemischter Chor (SATB) Kinderchor (SA)
  • Rollen: Der Förster, Bariton Die Frau Försterin, Alt Der Schulmeister, Tenor Der Pfarrer (Dachs), Bass Háraschta, Bass Der Gastwirt Pasek, Chortenor Füchslein Schlaukopf, Sopran Die Gastwirtin, Chorsopran Fuchs, Sopran Das junge Füchslein Schlaukopf, Kindersopran Franzl und Seppl, Chorsoprane Dackel, Mezzosopran Hahn, Sopran Schopfhenne, Sopran Grille, Heuschreck, Frosch, Fliege, Kinderstimmen (Sopran) Libelle, Igel, Eichhörnchen, allerlei Waldgetier, Ballett Specht, Alt Mücke, Tenor Dachs, Bass Eule, Alt Eichelhäher, Sopran
  • Komponist: Leoš Janáček
  • Librettist: Leoš Janáček
  • Klavierauszug: Bretislav Bakala
  • Textdichter: Rudolf Tesnohlidek
  • Original-Sprache: Tschechisch
  • Übersetzer: Max BrodNorman TuckerUte BeckerAlena WagnerováHans HartlebPeter BrennerFedele D´AmicoGisella Selden-Goth
  • Anmerkungen: Weitere Übersetzungen auf Anfrage

Werkeinführung

Die Geschichte vom freisinnigen und gewitzten Füchslein Schlaukopf beginnt bereits in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Am Anfang standen die kleinen Zeichnungen des Jägers und bedeutenden Landschaftsmalers Stanislav Lolek (1873–1936). In der Brünner Tageszeitung Lidové noviny erschienen 1920 die Abenteuer des Füchsleins Schlaukopf in Form von Feuilletons als Serie und hatten großen Erfolg. Die heiteren und unmissverständlichen Zeichnungen mit ihren witzigen und aktuellen Texten fanden ihre Anhängerschaft quer durch das gesamte soziale Spektrum.

Janá?ek schien offenbar bald zu erwägen, eine Oper zu diesem Stoff zu komponieren, denn er schnitt sämtliche Fortsetzungen aus den Lidové noviny aus. Unmittelbar nachdem der Komponist die Arbeit an Katja Kabanowa beendet hatte, nahm er sich Das Schlaue Füchslein vor. Die Datierungen im Partiturautograf verraten, dass Janá?ek bereits im Januar 1922 mit der Komposition begann. Rudolf T?snohlídek, der Autor der literarischen Vorlage, erfuhr nur indirekt von Janá?eks Plan, eine Oper über seinen Text zu schreiben. Der Komponist lud ihn erst dann zu sich ein, als er schon an dem Bühnenwerk arbeitete.

Janá?ek komponierte und begab sich oft zu Naturstudien ins Freie, wo er eine ganze Reihe Vogelgesänge – von Drosseln, Spatzen, Finken und Amseln – aufzeichnete. Er notierte Stimmen von Taube, Kröte und Frosch mit der instrumentalen Anmerkung „wie Xylofon“. Er beobachtete Tiere und vermerkte im Notizbuch seine Eindrücke von Spaziergängen durchs Wildgehege, wo der Förster sogar einen Fuchsbau mit Jungtieren aufspürte, damit der Komponist sie beobachten und studieren konnte. Daher ist es kein Wunder, dass in den Jahren 1921 und 1922 in den Lidové noviny mehrere Feuilletons von Janá?ek erschienen, die Tiere zum Thema haben.

Unterdessen brachen leidenschaftliche Verhandlungen darüber aus, wer die Opernneuheit des Komponisten in Verlag nehmen würde. Interesse zeigten vorwiegend, wie schon im Fall von Jen?fa, Die Ausflüge des Herrn Brou?ek und Katja Kabanowa, zwei Verlage: Hudební matice in Prag und Universal Edition in Wien. Hudební matice sprach den Komponisten als erstes an, aber Janá?ek nützte, wie schon in früheren Fällen, dieses Angebot, um seine Verhandlungen mit der Universal Edition aus einer sicheren Position führen zu können. Der Vertrag zwischen Leoš Janá?ek und der Universal Edition wurde Ende März/Anfang April 1924 unterschrieben.

Die feierliche Welturaufführung der Oper P?íhody lišky Bystroušky (Die Abenteuer des Füchsleins Schlaukopf) fand im Brünner Theater Na Hradbách am 6. November 1924 statt. Der Erfolg war enorm und der Komponist selbst war mit der Inszenierung von Ota Zítek und dem Bühnenbild von Eduard Milén (der auch den Umschlag des Klavierauszugs gestaltete) sehr zufrieden.

Janá?ek selbst charakterisierte sein Werk als Waldidylle, die beim Publikum eine Ahnung von der Einheit des Lebens wecken soll – einerlei, ob es sich um Mensch oder Tier handelt.

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Uraufführung

Ort:
National Theatre, Brno (CZ)
Datum:
06.11.1924
Dirigent:
Neumann František

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