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Leoš Janáček: Glagolitische Messe

  • Orgelsolo (1926-1927)
  • für Orgel
  • Instrumentierungsdetails:
    Orgel
  • Komponist: Leoš Janáček
  • Herausgeber: Martin HaselböckThomas Daniel Schlee

Werkeinführung

Das Jahr 1926 war für Leoš Janá?ek ein besonders erfolgreiches und fruchtbares Jahr. Unter anderem entstanden seine Oper Die Sache Makropulos, ebenso wie die Sinfonietta und die Glagolitische Messe (Mša glagolskaja).

Janá?ek schrieb die Glagolitische Messe in nur zweieinhalb Monaten, und sie eroberte sich einen Platz unter den bedeutendsten Messkompositionen. Janá?ek verließ alle ausgetretenen Bahnen des traditionellen Genres. Es entstand ein Werk, das innerhalb der gesamten geistlichen Musik einzigartig ist; und es stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch in diese Kategorie eingereiht werden kann. Am ehesten ist es wohl noch mit Zoltán Kodálys kraftvollem Psalmus hungaricus zu vergleichen. Janá?ek vermied die lateinische Sprache und verwendete stattdessen einen Text aus dem 9. Jahrhundert, der in der glagolitischen (cyrillischen) Schriftsprache, dem alten Kirchenslawisch, abgefasst ist. Janá?ek sagte einmal während der Niederschrift: „Ich will den Menschen zeigen, wie man mit dem lieben Gott zu reden hat.“ Und er tat es mit einem Selbstbewusstsein, das kirchliche Demut und Zerknirschung nicht kennt. Er wollte eine „fröhliche Messe“ schreiben, weil alle bisherigen Messen so traurig wären.

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