Luciano Berio: Chemins IV

  • (su Sequenza VII) (1975)
  • für Oboe und 11 Streicher
  • Vl(3), Va(3), Vc(3), Kb(2)
  • Dauer: 10’
  • Instrumentierungsdetails:
    3 Vl, 3 Va, 3 Vc, 2 Kb
  • Komponist: Luciano Berio

Werkeinführung

Die Hinzufügung eines kleinen Streicherensembles hat die Sequenza für Oboe (1969) in ein einsätziges Oboenkonzert verwandelt. (Es gibt auch eine Fassung für Sopransaxophon). Berio will, dass Chemins IV als Kommentar der Sequenza verstanden wird. In einem aufschlussreichen Schreiben erklärt er, dass der Grund für die Entstehung der Chemins in der Überzeugung wurzelt, dass kein Werk eigentlich vollendet sei. „In Chemins IV sind die harmonischen Erscheinungen und Entwicklungen in fortgesetzter Umwandlung ständig in Bezug gesetzt durch die fortdauernde Gegenwart eines Tones, des h, das wie ein ‚Anhaltspunkt’ wirkt, wie ein Drehpunkt, selbst wenn die Klanglandschaft der Umwandlungen und der Dichten es aufzusaugen und zu zerstören scheint“ – so der Komponist.

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Uraufführung

Ort:
London (GB)
Datum:
17.10.1975
Orchester:
London Sinfonietta
Dirigent:
Luciano Berio
Hauptsolisten:
Heinz Holliger, ob

Zuletzt angesehene Werke

Keine zuvor angesehenen Werke