COVID-19 Update

Liebe Kundinnen und Kunden, wir möchten Sie darauf hinweisen, dass aufgrund der aktuellen Situation rund um den Corona Virus Ausgangsbeschränkungen in Österreich erlassen worden sind. Aus diesem Grund bitten wir Sie, Ihre Anliegen in schriftlicher Form an [email protected] zu schicken. Gerne können Sie natürlich auch weiterhin die diversen Kontakformulare auf unsere Website nutzen sowie Bestellungen in unserem Webshop tätigen. Wir bitten um Geduld, falls wir Ihre Anfragen und Bestellungen nicht im gewohnten Tempo bearbeiten können – aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist für Unternehmen in Österreich derzeit nur ein reduzierter Betrieb möglich. Wir möchten Ihnen aber versichern, dass sich die Universal Edition auch in Zeiten wie diesen um ihre Kunden kümmert. Beste Grüße, Ihr Team der Universal Edition.

Luciano Berio: Circles

  • für Frauenstimme, Harfe und 2 Schlagzeugspieler
  • Hrf, Schlzg (2)
  • Dauer: 20’
  • Solisten:
    Frauenstimme
  • Instrumentierungsdetails:
    Harfe
    Schlagzeug(2)
  • Komponist: Luciano Berio
  • Textdichter: E. E. Cummings
  • Widmung: To Mrs. Olga Koussevitzky
  • Commission: Commissioned by the Fromm Foundation

Werkeinführung

Wenn auch Berios Circles die musikalischen Hauptinteressen ihrer Zeit, vor allem auf der Ebene der Verwendung der phonetischen Qualitäten eines Textes aufweisen, liegen ihre vornehmlichen innovativen Qualitäten doch darin, dass das Stadium einer einfachen Entwicklung auf der Basis einer physischen Analogie zwischen phonetischem und instrumentalem Material zugunsten einer vertieften Arbeit in allen Bereichen der sprachlich-musikalischen Organisation vorangetrieben wird. In diesem Sinne ist der Text die Grundreihe, von der alles abgeleitet wird und auf die alles zurückgeführt werden kann.
Die Circles sind das Resultat einer Konvergenz zwischen einer Dichtung, welche seit dem Jahrhundertbeginn (ein Grenzfall wäre „Finnegans Wake" von Joyce) eine „musikalische" Autonomie und eine Explosion herkömmlicher Formen realisiert, und einer Musik, die, vermittelt durch Strukturen der gesprochenen Sprache, die Charakteristika jeder Sprache, ob sie nun musikalisch oder sprachlich sei, zurückzugewinnen sucht.

Jacques Demierre

 

Luciano hat drei Gedichte von Cummings ausgesucht und mich gebeten, sie so zu lesen, wie ich wollte, indem ich die besondere Verteilung des Textes, die eigenartigen Worttrennungen und die Großbuchstaben, die gewisse Laute akzentuieren, berücksichtigte. Dann hat er die Beziehung zwischen den Instrumentalisten und mir auskomponiert: Sie sollten Töne erzeugen, die dem von mir ausgesprochenen Wort glichen, und ich sollte den Ton des gesprochenen Wortes dem Klang der Instrumente angleichen. So entspricht beispielsweise das „sting-" des Beginns genau dem Klang der Harfe. Das war für mich eine völlig neue Interaktion, eine Art permanenter Austausch, eine für mich außerordentlich stimulierende Herausforderung.

Cathy Berberian

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Uraufführung

Ort:
Tanglewood (US)
Datum:
01.08.1960
Hauptsolisten:
Cathy Berberian und Mitglieder des Boston Symphony Orchestra

Zuletzt angesehene Werke

Keine zuvor angesehenen Werke