Mauricio Kagel: Die Himmelsmechanik

  • Komposition mit Bühnenbildern (1965)
  • Dauer: Mindestdauer 15'
  • Instrumentierungsdetails:
    Die szenische Realisation wird je nach den verfügbaren Mitteln der Bühnenmechanik geschaffen. Geräusche, die mit diesen Vorgängen verbunden sind, werden mit herkömmlichen Mitteln - Donnerblech, Einschlagkasten usw. - erzeugt.
  • Komponist: Mauricio Kagel

Werkeinführung

Mauricio Kagels 15-minütige Komposition mit Bühnenbildern Die Himmelsmechanik (Untertitel: Darstellung verschiedenster Naturereignisse) zählte 1965 zu den konsequentesten Versuchen experimentellen Musiktheaters. Begleitet von akustisch nur spärlich konkreten Geräuschen entsteht eine spielerisch-phantastische Szenerie: Sonne, Mond und Sterne bewegen sich über den Himmel, man hört den Wind und das Prasseln des Regens, Nebel steigt auf. Kagel stellt eine kaputte Natur aus der Retorte dar, „einen Himmel auf Krücken“ wie er selbst formulierte.

„Musik wird nur noch als kosmisches Spiel von Gestirnen unter dem gleichmäßig flutenden Sonnenlicht dargestellt, im Rahmen eines Marionettentheaters, in naiv phantastischer Weise“, schreibt Karlheinz Roschitz nach der Uraufführung 1969 bei der Biennale Venedig.

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