Mauricio Kagel: Exotica

  • für 6 singende Instrumentalisten mit je mindestens 10 außereuropäischen Instrumenten
  • Dauer: 50’
  • Instrumentierungsdetails:
    mindestens 60 außereuropäische Zupf-, Blas-, Streich- und Schlaginstrumente
    ad lib.: 1-2 Stereotonbandgeräte mit 2-4 Lautsprechern zur Wiedergabe eventueller Tonbandeinspielungen.
  • Komponist: Mauricio Kagel
  • Widmung: dem sechsten Sinn

Werkeinführung

Für 'außereuropäische Instrumente' besetzt, war Exotica ein Auftragswerk der 20. Olympischen Spiele in München 1972. Die Uraufführung dirigierte Mauricio Kagel selbst, unter den Interpreten waren namhafte Persönlichkeiten der neuen Musik wie Vinko Globokar, Siegfried Palm, Christoph Caskel und Michel Portal. Die 6 Mitwirkenden hatten rund 200, in Europa völlig unbekannte Blas-, Saiten- und Schlaginstrumente zu ‘traktieren’. Der Einführungstext von Werner Klüppelholz macht die Absicht des Komponisten klar: er wollte die Überlegenheit der abendländischen Musik bzw. Kultur in Frage stellen und zu den Ursprüngen des Musizierens zurückkehren, wo das Singen noch eins war mit dem Zum-Klingen-Bringen von alltäglichen Gegenständen.

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Kommende Aufführungen

Uraufführung

Ort:
Haus der Kunst, München (DE)
Datum:
23.06.1972
Dirigent:
Mauricio Kagel
Hauptsolisten:
Wilhelm Bruck, Christoph Caskel, Vinko Globokar, Siegfried Palm, Michel Portal, Theodor Ross

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