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Morton Feldman: For Frank O'Hara

  • für 7 Instrumentalisten
  • Fl, Kl, Schl(2), Klav, Vl, Vc
  • Dauer: 13’
  • Instrumentierungsdetails:
    Flöte (+Picc
    Afl(G))
    Klarinette in B
    Schlagzeug(Glsp, Xyl, Vib, Chimes, Gong, Becken, 2 klTr, grTr, Triangel, Pk): 2 Spieler
    Klavier
    Violine
    Violoncello
  • Komponist: Morton Feldman

Werkeinführung

Morton Feldmann

For Frank O'Hara

Mein primäres Anliegen (in all meiner Musik) ist es, eine „glatte“ Oberfläche mit einem Minimum an Kontrast zu unterlegen. Frank O'Hara war während der 50er Jahre der „Poeta laureatus“ der New Yorker Kunstwelt. Am 24. Juli 1966 wurde er (mit vierzig) von einem Strandtaxi auf Fire Island schwer verletzt und starb am folgenden Tag.

Was uns die Gedichte von Frank O'Hara sagen, ist etwas unglaublich Schmerzliches. Versteckt in seinem Denken ist die Möglichkeit, dass wir erst als Tote schöpferisch sein können. Wer außer den Toten weiß, was es heißt, am Leben zu sein? Der Tod scheint die einzige Metapher zu sein, die genug Distanz schafft, um unser Sein wirklich zu erfassen. Frank verstand das. Deshalb vermitteln diese Gedichte, so umgangssprachlich, so gesprächshaft sie auch sein mögen, trotzdem den Eindruck, als erreichten sie uns von einem anderen, unendlich weit entfernten Ort. Im Laufe der Geschichte haben schlechte Künstler immer wieder versucht, Kunst zu schaffen, die wie das Leben ist. Allein der Künstler, der seinem eigenen Leben nahe ist, gibt uns eine Kunst, die so ist wie der Tod.

Ich erinnere mich an so wenig von all diesen endlosen Gesprächen. Bewegen sich seine Worte so schnell oder so langsam über die achtzehn Jahre, dass ich sie nicht fassen kann? Was hat er uns hinterlassen? Ein paar Gedichte, ein paar Drinks, einige Zimmer über die Stadt verstreut, ein paar Freunde. Er war unser Stendhal. Niemand kam wirklich an ihn heran.

Morton Feldmann

Hörbeispiele

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