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Morton Feldman: For Samuel Beckett

  • für 23 Spieler
  • 2 2 2 2 - 2 2 2 1 - Vib, Hf, Klav, Str
  • Dauer: 55’
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Flöte
    2. Flöte
    1. Oboe
    2. Oboe
    1. Klarinette in B
    2. Klarinette in B
    1. Fagott
    2. Fagott
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    1. Trompete in C
    2. Trompete in C
    1. Posaune
    2. Posaune
    Tuba
    Harfe
    Klavier
    Vibraphon
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
    Kontrabass
  • Komponist: Morton Feldman
  • Commission: commissioned by The Holland Festival 1987 for the Schoenberg Ensemble

Werkeinführung

Das Stück entstand im Auftrag des Holland-Festivals für das Schönberg-Ensemble. Die Konzepte zur Hervorbringung musikalischer Lichtwirkungen werden darin radikalisiert. Dabei kommt der Verwendung von rhythmischen Mustern eine erweiternde Rolle zu. Zu Beginn entwickelt sich die Komposition aus einem Sechstonklang, der innerhalb der einzelnen Orchestergruppen (Holz-, Blechbläser, Schlaginstrumente und Streicher) ständig permutiert und durch Stimmtausch und Lagenwechsel farblich neu akzentuiert wird. Dieses Permutationsverfahren wird auch in jeder Orchestergruppe einzeln genutzt. Zwischen den Gruppen herrscht gleichzeitig rhythmische Asynchronität. Klavier, Celesta, Harfe und Vibraphon (als Instrumente mit „eingebautem Decrescendo“) agieren zwischen den anderen Orchestergruppen und durchpulsen große Teile der Kompositionen mit schnelleren Tonfolgen. Im Laufe des etwa halbstündigen Werkes erweitert sich der Tonvorrat. Zugleich tritt an die kontinuierliche Stimmdurchmischung eine rhythmische Durchmischung zwischen den Orchestergruppen bei relativ starr stehenden Akkorden.

Feldman setzte diese kompositorische Technik in Analogie zur Herstellungsweise türkischer Teppiche aus dem 19. Jahrhundert, bei denen die Muster durch unzählige kleine Schlingen zusammengeknüpft sind. Dabei entstehen Unregelmäßigkeiten aufgrund der Beschaffenheit der verwendeten Materialien. Kein Klanggebilde erscheint unverwandelt. Es wird neu eingefärbt, selbst später, wenn immer öfter einzelne Taktgruppen wiederholt werden. Diese Repetitionen sind an den Rändern zumeist differenziert verändert, kein einfaches Noch einmal. Die Musik erlangt ihr unerbittliches In-sich-verschlungen-Sein durch ein Mischen der Orchestrierung und kleinste rhythmische Verschiebungen bei der Bildung von Akkordklängen. Es gibt keine Sprünge, keine Ränder (ähnlich wie bei vielen Bildern von Rothko), nur die Grenze des Beginns und des Endes der Komposition.

Morton Feldman starb am 3. September 1987 in Buffalo (New York), wenige Monate nach Beendigung der Arbeit an For Samuel Beckett.

Martin Hufner

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Kommende Aufführungen

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