Arvo Pärt: Mozart-Adagio
Arvo Pärt
Mozart-Adagio
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Arvo Pärt: Mozart-Adagio für Violine, violoncello und Klavier

  • Komponist: Pärt Arvo
  • für Violine, violoncello und Klavier
  • Ausgabeart: Partitur und Stimmen
  • UE30456
  • ISBN: 978-3-7024-3001-6
  • ISMN: 979-0-008-05780-9
  • 23,2 x 30,5 cm
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In Arvo Pärts Mozart-Adagio halten sich Original-Mozart und Pärtsche Tintinnabuli-Elemente genau die Waage und lassen so eine Art spirituelle Begegnung zwischen 18. und 20. Jahrhundert entstehen.

 
 

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Beschreibung Partitur und Stimmen

Pärts Mozart-Adagio (1992) für Violine, Violoncello und Klavier wurde für das Kalichstein-Laredo-Robinson Trio als Auftragswerk des Helsinki Festivals komponiert, wo es uraufgeführt wurde. Das Werk entstand zum Gedenken an Oleg Kagan, der ein Freund Pärts und einer der führenden Geiger Russlands war. Seine spezielle Affinität zu Mozarts Musik würdigt Pärt durch die Transkription eines der bewegendsten Klaviersonaten-Sätze des jungen Mozart, dem Adagio aus der Sonate in F-Dur, KV 280.

Bei Pärts Bearbeitung handelt es sich weder um ein Arrangement noch um eine Collage. Auch nähert sich Pärt dem Original nicht spielerisch (wie noch im Falle seines Bach-inspirierten Werkes Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte), sondern auf eine vorsichtige, ehrfurchtsvolle Art. Dabei halten sich Original-Mozart und Pärtsche Tintinnabuli-Elemente genau die Waage und lassen so eine Art spirituelle Begegnung zwischen 18. und 20. Jahrhundert entstehen.

Der Komponist fügt dem Original eine kurze Einleitung hinzu, sowie ein Zwischenspiel und eine Coda und einen zurückgenommenen, fortdauernden 'Kommentar'. Der einleitende und der abschließende Rahmen bestehen aus dem allereinfachsten Material – Cello und Violine, die einzelne getrennte Noten in einem 'bescheidenen' Duett von Sekunden und Terzen spielen. Für den 'Kommentar' nimmt Pärt Mozarts bevorzugtes Intervall dieses Satzes, die Sekunde, und würzt seine Textur mit diesem dissonanten Klang. Während er den Verlust eines Freundes beklagt, scheint Pärt die Dissonanz zu gebrauchen, die Mozart selbst so ausgiebig verwendete und macht diese zu einem das ganze Stück über andauernden, unvermeidlichen Symbol des Schmerzes.
 
Hörbeispiel
  • Mozart-Adagio | für Violine, Violoncello und Klavier
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