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Othmar Schoeck: Das Schloss Dürande

  • Oper in 4 Akten (1937/1941)
  • 2 2 3 3 - 4 3 3 1 - Pk, Schl, Hf, Klav, Str, Bühnenmusik: Fl(2), Hr(4), Trp(3), Schl, Klav, Cel, Org
  • Dauer: 150’
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Flöte (+Picc)
    2. Flöte (+Picc)
    1. Oboe
    2. Oboe (+Eh)
    1. Klarinette in B (+Kl(A))
    2. Klarinette in B (+Kl(A))
    Bassklarinette in B (+Bkl(A))
    1. Fagott
    2. Fagott
    Kontrafagott
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    1. Trompete in C
    2. Trompete in C
    3. Trompete in C
    1. Posaune
    2. Posaune
    3. Posaune
    Tuba
    Pauken
    Schlagzeug (Xylophon
    Glockenspiel
    Glocken
    Triangel
    Becken
    Tam-Tam
    Tamburin
    kleine Trommel
    große Trommel)
    Harfe
    Klavier
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
    Kontrabass
    Bühnenmusik: 1. Flöte (+Picc)
    2. Flöte(+Picc)
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    1. Trompete in C
    2. Trompete in C
    3. Trompete in C
    Schlagzeug (Rührtrommel)
    Klavier
    Celesta (Spieluhr)
    Orgel
  • Chor: SATB
  • Rollen: Armand, Tenor / Der alte Graf, Tenor / Die Priorin, Alt / Gräfin Morvaille, Sopran / Renald, Bariton / Gabriele, Sopran / Nicole, Bassbariton / Ein Wildhüter, Bariton / 12 Nebenrollen
  • Komponist: Othmar Schoeck
  • Librettist: Hermann Burte
  • Dichter d. Textvorlage: Joseph von Eichendorff

Werkeinführung

In Jahre 1836 schrieb Joseph von Eichendorff seine Novelle Das Schloss Dürande. Er beschrieb darin die nicht standesgemäße Liebesbeziehung zwischen einem Adeligen und einer Försterstochter. Der Bruder der Försterstochter sieht die Familienehre verletzt und wird schließlich zum Ehrenmörder, bevor er selbst den Freitod wählt. Eichendorff verknüpfte diese Handlung mit dem Gang der Französischen Revolution.

Die Erzählung wurde in ihrer Urfassung zu einem Klassiker. Gut 100 Jahre nach ihrer Entstehung wurde der Stoff von Othmar Schoeck erneut aufgegriffen; er beauftragte 1937 den deutschen Dichter Hermann Burte, Eichendorffs Text für seine geplante Oper umzuschreiben. Das Libretto von Burte war von Anfang an nicht unumstritten. Die Musikwissenschaft bescheinigte Burte eine „ausgeprägte deutschnationale Einstellung“. Der Komponist Othmar Schoeck war jedoch über jeden Verdacht in diese Richtung erhaben.

Ein Forschungsprojekt der Berner Hochschule für Musik machte es sich zur Aufgabe, alle bedenklichen Stellen und nationalsozialistisch eingefärbten Gedanken zu entfernen, entsprechend belastete Formulierungen umzuändern und die Oper dadurch zu „dekontaminieren“. Der Umfang der notwendigen Eingriffe in das Libretto erforderte schließlich eine textliche Neufassung (von Francesco Micieli), die musikalische Anpassung der Gesangslinien erfolgte durch Mario Venzago.

Den Klavierauszug der Oper – von Fachleuten als Meisterwerk seines Genres angesehen – verfasste Anton Webern. Offensichtlich war sich Webern im Klaren hinsichtlich der Ambiguität des Librettos und bat daher die UE als Autor des ursprünglichen Klavierauszugs nicht genannt zu werden. In Anbetracht der textlichen Bereinigung und der Qualität seiner Arbeit, haben wir die Autorenschaft des Klavierauszugs in der Neuausgabe nunmehr öffentlich gemacht.

Mario Venzago und Francesco Micieli erläutern ihre Arbeit aufschlussreich in ihrem Artikel „Schloss Dürande wird renoviert“. Siehe Link auf unserer Website.

Das Schloss Dürande ist ein spannendes Kapitel Operngeschichte des 20. Jahrhunderts.

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

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