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Roman Haubenstock-Ramati: 2. Streichtrio

  • für Violine, Viola, Violoncello
  • Dauer: 20’
  • Instrumentierungsdetails:
    Violine
    Viola
    Violoncello
  • Komponist: Roman Haubenstock-Ramati
  • Commission: Kompositionsauftrag der Alban Berg Stiftung 1985 zum 100. Geburtstag von Alban Berg

Werkeinführung

Das Werk entstand anlässlich des hundertsten Geburtstages von Alban Berg. Es ist aus sechs unmittelbar aufeinanderfolgenden Sätzen gebildet. Die Anzahl der Sätze lässt an Bergs Lyrische Suite denken. De facto kann man Verbindungen etwa zu deren Prestosatz heraushören, freilich durch andere Bewegungsimpulse weitergeführt, wie denn überhaupt im Zentrum dieses Streichtrios Floskeln aus Kammermusiken des Widmungsträgers anzuklingen scheinen, gebettet in immer wieder wechselnde Klangwendungen.

Und dennoch: Es gibt keine Zitate aus welchem Werk Bergs auch immer. Allerdings zeigt die lineare Gestik Anlehnungen an die Lyrische Suite, deren Atmosphäre einzufangen durchaus die Absicht war. Die Anlage der Sätze dient dazu, Kontraste zu schaffen, die Rahmensätze zeigen Verwandtschaften. Die Widmung selbst steckt zutiefst in der Musik: durch Anagramme. Haubenstock-Ramati hat – soweit dies möglich ist – die Buchstaben des namens Alban Berg in Noten verwandelt und daraus das musikalische Grundmaterial gewonnen.

Lothar Knessl

Uraufführung

Ort:
Konzerthaus, Wien (AT)
Datum:
03.03.1986
Hauptsolisten:
Ernö Sebestyen, Hatto Beyerle, Martin Ostertag

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