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Roman Haubenstock-Ramati: Chants et prismes

  • für Orchester
  • 3 2 2 2 - 3 2 3 0 - Pk, Schl(5), Hf, Cel, Klav - Str
  • Dauer: 7’
  • Instrumentierungsdetails:
    3 2 2 2 - 3 2 3 0 - Pk., Schl. (Vibr., Xylorimba, Glsp., 3 Tom-toms, 2 Woodblocks): 5 Spieler - Hf., Cel., Klav. - Str.
  • Komponist: Roman Haubenstock-Ramati

Werkeinführung

Die Konstruktion der Chants et Prismes ist von mir als eine Summe der Bewegungen, einer gewissen Anzahl von vornherein bestimmter Einheiten, in dem gegebenen Zeitabschnitt gedacht.

Jede dieser Einheiten (Kleinstrukturen) die eine bestimmte, nur für sie selbst geltende, mehr oder weniger komplexe Struktur und ein klanglich charakteristisches Gepräge hat, soll als solche in der Grosstruktur eine gewisse Rolle, eine Funktion erfüllen und dadurch formell zum Entstehen dieser Großstruktur beitragen.

Diese Funktion kann natürlich nichts anderes: als eine reine Bewegung sein…, und „sich bewegen“ bedeutet hier: sich periodisch-symmetrisch oder -asymmetrisch zu realisieren, also in der gleichen oder variierten Form wieder zu erscheinen.

Diese Periodizität kann nun so gedacht werden, dass die Wiedererscheinung der einzelnen Strukturen mehrmals, der anderen wieder nur einmal in dem gegebenen Zeitraum des Werkes sich erfüllen kann; das Ganze ergibt also eine ständige Material-Abwechslung, die einen ständigen Zuwachs der neuen Elemente erfordert.

Die Großstruktur ergibt sich also, als die Summe der Bewegungen der Einheiten, deren eigene innere Struktur variiert und sich bei jeder Wiedererscheinung der neuen Umgebung neu anpassen muss.

Es ist hier der Materie eine Funktion zugedacht, sich in immer größere Einheiten zu verwandeln und dadurch die formale Konstruktion des Ganzen mitzubestimmen.

Roman Haubenstock-Ramati

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