Silvia Fómina: Im Halbdunkel

  • für 12 Streicher oder Streichquartett mit Tonband
  • Dauer: 15’
  • Instrumentierungsdetails:
    Vl, 2 Va, Vc u. 2 Vl, Va, Vc u. Vl, Va, 2 Vc od. ein StrQuart mit Tonbandaufnahme
  • Komponist: Silvia Fómina

Werkeinführung

Im Halbdunkel ist für ein Streicherensemble von zwölf Spielern (d.h. drei unterschiedlich besetzten Streichquartetten) oder für ein Streichquartett und Tonband komponiert worden. Streichquartett II hat die herkömmliche Besetzung; Streichquartett I ist für 1 Violine, 2 Violas und 1 Violoncello, Streichquartett III besteht aus 1 Violine, 1 Viola und 2 Violoncellos. Das Tonband enthält Aufnahmen des ersten und des dritten Quartetts, das zweite Quartett spielt live. In beiden Fällen sollte die von Silvia Fómina bestimmte räumliche Aufstellung der Instrumente befolgt werden (die acht Lautsprecher werden an die Stelle des jeweiligen Instrumentalisten gestellt). „Diese in drei Streichquartetten repräsentierte Überlagerung von drei Tonsystemen ist aus der Faszination entstanden, die in mir die ethnischen Musikkulturen Thailands, Javas, Ghanas und Zimbabwes hervorgerufen haben, die alle auf äquidistanten Tonsystemen (wie dem äquidistanten pentatonischen oder heptatonischen) beruhen. …Die zwei großen in ihrer Spannung kontrastierten Ebenen der Quartette I und III und Quartett II sind von Monteverdis Vesperae Beate Mariae Virginis inspiriert. Der Ablauf des zweiten Quartettes ist von der profanen Musik der französischen Polyphonisten des 14. Jahrhunderts beeinflusst.” (Silvia Fómina)

Bálint Varga

Uraufführung

Ort:
Köln (DE)
Datum:
27.03.1992
Orchester:
ASKO Ensemble

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