Zoltán Kodály: Marosszéker Tänze

  • für Orchester
  • 2 2 2 2 - 4 2 0 0 - Pk, Schl, Str
  • Dauer: 12’
  • Instrumentierungsdetails:
    1. Flöte
    2. Flöte (+Picc)
    1. Klarinette in A (+Kl(B))
    2. Klarinette in A (+Kl(B))
    1. Oboe
    2. Oboe
    Fagott
    Kontrafagott
    1. Horn in F
    2. Horn in F
    3. Horn in F
    4. Horn in F
    1. Trompete
    2. Trompete
    Pauken
    Schlagzeug
    Violine I
    Violine II
    Viola
    Violoncello
    Kontrabass
  • Komponist: Zoltán Kodály

Werkeinführung

„Mein Kindermädchen, eine Ungarin aus Marosszék, war eine gute Sängerin und eine gute Haijduk-Tänzerin“, schreibt János Kemény, Prinz von Transsilvanien (1607-1662), in seiner Autobiografie. 

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass der Großteil der alten Volkstanz-Musik im Bezirk Marosszék bis in die heutige Zeit erhalten geblieben ist. Selbst in anderen Regionen tragen manche Stücke den Namen „Marosszéki“.

Wir kennen diese Stücke als Instrumentalmusik, doch sie wurden wahrscheinlich auch gesungen, in manchen Fällen blieb sogar eine Vokalstimme mit Text erhalten. Bis zum Krieg konnte man diese Stücke in jedem Dorf hören. Sie wurden auf der Violine gespielt, auf der Hirtenflöte oder von alten Menschen gesungen. Die berühmten Ungarischen Tänze, die durch Brahms Weltruhm erlangten, drücken die Stimmung in den ungarischen Städten um 1860 aus und wurden hauptsächlich von ungarischen Musikern dieser Epoche komponiert. Die Marosszék-Tänze stammen aus einer früheren Zeit und deuten das Bild eines Lands an, das früher als „Märchenland“ bezeichnet wurde: Transsilvanien.

Zoltan Kodály

Hörbeispiele

Die gesamte Ansichtspartitur (PDF-Vorschau)

Uraufführung

Ort:
Sächsische Staatsoper Dresden (Semperoper), Dresden (DE)
Datum:
28.11.1930
Orchester:
Sächsische Staatskapelle Dresden
Dirigent:
Fritz Busch

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